der lehrer: orhad naharin im interview
Sie haben die Bewegungsmethode Gaga entwickelt, welche Rolle spielt sie heute? Gaga ist nicht mehr nur das Training für die Batsheva Dance Company, sondern hat sich stark verbreitet. Sie ist in die Tanzausbildung in Israel integriert und wird auch an der Juilliard School in New York, in Japan und in der Schweiz unterrichtet. Gerade eröffnen wir darum eine Schule in Tel Aviv, um Pädagogen auszubilden. Wir beginnen mit 30 Studenten aus zehn Ländern, die Gaga bereits gut aus den Sommerkursen kennen.
Wie sieht das Lehrprogramm aus? Das dreiköpfige Team, das die Schule führt, und ich haben es gemeinsam entworfen; es wird sicher immer neu angepasst werden. Die Ausbildung dauert ein Jahr, ist ganztägig und darauf konzentriert zu lernen, wie man Gaga auf höchstem Niveau vermittelt. Das heißt, wir arbeiten an der Beobachtung und am Erkennen von Bewegungen und ihren Details. Vor allem unterrichten die Studenten von Anfang an selbst. Am Ende jeder Woche steht eine Diskussion darüber, was in die toolbox neu hinzugekommen ist.
Was ist das? Nun, eigentlich ist es eine lange Liste mit verschiedenen Schlüsselelementen. Man muss sich ihrer immer wieder vergewissern, dazu Schubladen öffnen und ...
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Tanz Dezember 2011
Rubrik: praxis, Seite 74
von
Im großen Zoo der Tanzformen haben sie ihren eigenen Käfig: die Drag-Queens und -Kings, die den Rollenwechsel der Geschlechter tanzen. Männer als Frauen, Frauen als Männer. Man findet sie meist in der Sektion Comedy, aus unerfindlichen Gründen gern bei Firmen-bespaßungen oder beim «Edinburgh Fringe Festival», bei dem die Kompanie
Drags Aloud aus Australien...
Choreografen arbeiten gern mit Schriftstellern. So auch Jean-Christophe Maillot in Monaco mit Jean Rouaud. Der erhielt 1990 für sein Erstlingswerk «Les champs d’honneur» Frankreichs höchste literarische Auszeichnung, den «Prix Goncourt». Danach veröffentlichte er elf Romane, zwei Theaterstücke, schrieb Chansontexte für Juliette Gréco und Johnny Hallyday und einen...
Nicht bloß die Uhr auf der Hinterwand spielt verrückt. Auch sonst läuft hier einiges quer. Obwohl das in Kiel ausgerechnet in einem Klassenzimmer passiert, dürfen auch mal Fünfe gerade sein. So ist etwa die Bühne von Oliver Helf von einer ausnehmenden Hässlichkeit, das Gestühl entlehnt aus irgendeiner Schule der Umgebung – und die Kostüme entwarf Anna Ipatieva so...
