Die Schotten
Die Schotten mussten für den Umbau des Stammsitzes ihres Nationalballetts, des Tramway in Glasgow, von den benötigten 11 Millionen Pfund eine satte Million Pfund (1,18 Mio. Euro) an Privatspenden aufbringen. So was ist selbst unter Geizhälsen völlig normal. Damit zeigt der Bürger dem Staat, dass er sein Ballett auch wirklich will. Durch Spendenaufrufe im Fernsehen kam das Geld in weniger als zwei Jahren zusammen.
Cindy Sughrue, die Produzentin des Scottish Ballet, sagte: «Auch wenn viele langjährige Unterstützer ein Extrageld für den Umbau beigesteuert haben, erreichten uns vor allem zahllose Spenden von Leuten, die wir gar nicht kannten.» Damit darf sich das Scottish Ballet nun eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung nennen. Pünktlich zum 40-jährigen Bestehen bezieht die Kompanie ihre «Straßenbahn». Im September erinnert sie an ihre Geschichte mit einer Ausstellung und einem Prachtband. Vor allem aber ist sie stolz da-rauf, wie günstig sie davongekommen ist. Die Renovierungen für das Royal Ballet in London kosteten satte 214 Millionen Pfund (252 Mio. Euro), das Birmingham Royal Ballet ließ sich die Sanierung 38 Millionen Pfund kosten. Etwas kleinere Kompanien wie das Northern ...
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