saint-ouen: nacera und dalila belaza «le temps scellé»

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Dass «Le temps scellé» nach «Le cri» und «Les sentinelles» eine Trilogie vollendet, fiel den Schwestern Nacera und Dalila Belaza auf, als sie nun einen Pas de trois schufen – aus dem Nichts. Geplant war das nicht. Aber ein drittes Stück lädt nun mal dazu ein, etwas abzuschließen, zumal wenn man vor den ewigen Wogen des Ozeans steht, in
Biarritz, wo sie ihre finale Residenz und Uraufführung beim Festival «Le Temps d’aimer» feierten. Es war, als versiegelten sie ihr Zeitgefühl: auf der Bühne nichts als Wellen, Harmonie, Trance und die Rückkehr zum Kreisen der Arme.

Wie schon in «Le cri» wird diese Ondulation von scheinbar ewigen Kräften getrieben.

Für Nacera Belaza sind ihre minimalistischen, meditativen Stücke eine Hymne an das Nichts, an die Leere. In der gebe es so viel zu entdecken, sagt sie. Sie tauchte selbst tief hinein in dieses Nichts, bevor 2008 ihr weithin populär gewordenes «Le cri» entstand: als ein stummer Schrei, mit der Stimme zweier Körper, erfüllt vom Lärm der Jahrhunderte und vom Echo der Tradition. In «Les sentinelles» zog das Geschwisterpaar noch einmal die Essenz aus seiner Einkehr. Und jetzt folgt die Öffnung, eine Rückkehr zur flüssigen Bewegung, die einlädt, ...

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Tanz Januar 2011
Rubrik: Kalender, Seite 41
von Thomas Hahn

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