Berlin: Sasha Waltz «Kreatur» on tour

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In manchen Szenen von Sasha Waltz‘ «Kreatur» fühlt man sich an ihr bahnbrechendes «Körper» (2000) erinnert. Die Leiber der Tänzer werden wiederholt von Folie optisch verzerrt und lassen an anatomische Präparate denken. Wenn sie nur mit hautfarbenen Slips bekleidet sind, muten die Körper ganz zart und verletzlich an. Umhüllt von einer filigranen Drahtwolke, trippeln die Tänzer anfangs in kleinen Schritten auf die Bühne des Radialsystems und tauschen geheime Zeichen aus.

Liza Alpizar schält sich aus ihrem silbernen Kokon und schlüpft gleich wieder unter die Wolke einer größeren Tänzerin.

Sasha Waltz hat seit 2005 keine Uraufführung mehr in Berlin herausgebracht. «Kreatur» wurde deshalb mit Spannung erwartet, und das umso mehr, weil die Choreografin als künftige Co-Intendantin des Staatsballetts Berlin im Fokus der Aufmerksamkeit steht. Der Protest der «Rettet-das-Staatsballett»-Front ist abgeflaut, aber nach der Premiere von «Kreatur» dürfte die Tutu- und Spitzenschuh-Fraktion sich in ihren Befürchtungen bestätigt fühlen. Denn es ist ein düsteres, ein hartes Stück – mit surrealen und drastischen Körperbildern, die aller ballettösen Grazie spotten.

Für die Produktion hat Sasha Waltz ...

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Tanz Juli 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 42
von Sandra Luzina

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