Das Werk von Saskia Hölbling
Saskia Hölbling erklärt sich selbst, ihre Kompanie, ihre Begegnungen und ihre Werke von «Chat Gap» (1999) bis «Your Body is the Shoreline» (2005) auf der DVD «DANS.KIAS.DOC». Diese bietet wenig interaktives Spielpotenzial, gibt aber Einblick in das Werk einer radikalen Künstlerin.
Ob getanzter Vortrag über Geometrie des Raums oder Geometrie des befreiten Frauenkörpers, wir erfahren: Was steckt hinter der Geste? Was denkt die Figur, die die Tänzerin darstellt? Was fühlte der Tänzer während der Improvisation? Das Making of, kunstvoll erweitert durch ein Thinking of, sogar durch ein Living of. Der von Georg Steinböck mit viel Gefühl für die Interpreten als Menschen geschnittene Film beweist: Tänzer sind alltagstauglich. Sie kaufen Baguette und werfen ihre Flaschen in den Altglascontainer. Fein chronologisch gehalten stellt das Werk Hölblings Kreationen in den Zusammenhang ihrer Gesamtrecherche und enthüllt indirekt, wie sich die Arbeit der Kompanie von Hölblings Heimat Österreich nach Frankreich verlagerte und ihr Diskurs mehr und mehr von französischen Begriffen durchdrungen wurde. Das alles sind wertvolle Einblicke, und trotzdem stellt sich die alte Frage: Soll ein Künstler seine ...
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