schwelle 7
Felix Ruckert, vor 15 Jahren präsentierten Sie Ihre erste interaktive Performance.
Ja, 1995 war das «Hautnah», ursprünglich ein «Ein-Tänzer-tanzt-für-einen-Zuschauer»-Stück. Aber durch die räumliche Nähe und die Intimität der Situation entwickelte sich die Interaktion von ganz allein und ging oft vom Zuschauer aus. In weiteren Fassungen von «Hautnah» habe ich das aufgegriffen und bewusst Situationen in die Soli eingebaut, die zur Interaktion einluden, zum Teil gab es schon direkten Körperkontakt.
Das war damals neu und aufregend und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Einerseits über die Funktion des Tanzes in der Gesellschaft, die Sehnsucht nach dieser so primär körperlichen Ausdrucksform und den Wunsch nach authentischer Kommunikation. Andererseits beleuchtete es auch die Rolle des Tänzers als Projektionsfläche für ungelebte Körperlichkeit, als Objekt der Begierde, immer mit dem leichten Ruch des Unseriösen oder Animalischen. Es entstand eine Beziehung aus Faszination und Abscheu, die sich auch gesellschaftlich in der sozialen Stellung der Tänzer am unteren Ende der künstlerischen Hierarchie ausdrückt. Ich hatte das Gefühl, in ein Wespennest gestochen zu haben; es gab sehr ...
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Wer am Theater erfolgreich sein will, ahnt: Jede Auszeit kann ein Abschied von der Professionalität sein. Darum rief der Regisseur Volker Metzler 2008 in Dresden das Künstlerkollektiv Dramaten ins Leben, aus dem eine zertifizierte Weiterbildungseinrichtung von Künstlern für Künstler hervorging.
Die Atmosphäre: täglich geliebte Quälerei durch Pädagogen und Trainer,...
Die wichtigsten Themen:
Titel
Die Unterwerfung des Körpers unter die Macht eines anderen verbindet erotische Praktiken und die Kunst der Choreografie. Dieser Intimität des Tanzes gehen die Künstler von «schwelle 7» nach, mit «Spiel, Zauberei und sanftem Wahnsinn». Weiter
Menschen: Jean-Christophe Maillot - Wie frei ist der Tanz?
Der Direktor der Ballets de Monte-Carlo...
Es war das womöglich größte Spektakel in der Geschichte des Balletts: «Excelsior», 1881 von Luigi Manzotti choreografiert. Eine unvorstellbar große Zahl von Darstellern, eine opulente Ausstattung und als sensationell empfundene bühnentechnische Effekte rissen das Publikum in der Mailänder Scala buchstäblich von den Sitzen. Und mehr noch: Im Jahr der Uraufführung...
