maja plissezkaja
Der Choreograf Serge Lifar nannte sie «eine der größten Ballerinen aller Zeiten». Der Kritiker Walter Terry adelte sie zur «Callas des Balletts». Rudolf Nurejew gestand ihr, nachdem er sie als Kitri gesehen hatte: «Ich habe geschluchzt», denn «Sie haben ein Feuer auf der Bühne entzündet.» Die Schauspielerin Ingrid Bergman staunte: «Sie haben göttliche Hände.» Stimmen, die einer außergewöhnlichen Frau galten: Maja Michailowna Plissezkaja, geboren am 20. November 1925 in Moskau als Tochter russisch-jüdischer Eltern, gestorben am 2. Mai 2015 an Herzversagen in München.
So widerspenstig wie unbezähmbar
Die Dramatik ihres Lebens und ihre unvergleichliche künstlerische Karriere sind gezeichnet von den politischen Verwerfungen und künstlerischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. «Widerspenstig, ungeduldig, schwer zu beeinflussen, von überschäumendem Temperament», so beschrieb sich Plissezkaja selbst in ihrer Autobiografie. Lebensgefährliche Eigenschaften in der Stalin-Ära der Sowjetunion, wie die Ermordung ihres erst 37-jährigen Vaters durch Tschekis-ten und die Verbannung ihrer Mutter nach Kasachstan belegen. Dem Waisenhaus entkam Maja durch die Fürsorge von Verwandten. Die Evakuierung ...
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Tanz Juni 2015
Rubrik: menschen, Seite 30
von Martin Puttke
natasha hassiotis ist studierte Juristin und Tanzwissenschaftlerin und seit Anfang der 1990er-Jahre u.a. auch für tanz als Kritikerin unterwegs. Wer so viele Gespräche wie die griechische Journalistin geführt hat, sitzt irgendwann auf einem Berg von Material, das sein Verfallsdatum überschritten hat. Sollte man meinen. Aber die Lektüre von «Great Choreographers –...
Sie sind Mitglied des Kollektivs Superamas, das seit 1999 an choreografischen Performances arbeitet. Und jetzt unterrichten Sie auch.
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