Joachim Schlömer
– wohin gehen wir?
– was meinst du?
– wohin gehen wir?
– sollte es nicht eher heißen, wohin wir gegangen sind? damit wir überhaupt erst einmal herausfinden, wer wir sind, bevor wir weitergehen.
– ja, da hast du recht und trotzdem ist das nicht meine frage. denn, wenn ich erst meinen standpunkt bestimmen muss, bleibe ich schon zu sehr stehen. ich möchte aber darüber nachdenken, was von jetzt an, in der bewegung nach vorn, mit mir passiert.
was mir begegnet, wenn ich die frage der eigenen bestimmung überspringe, damit sie mir auf meinem weg nach vorn einfach begegnet. wie ein gemüsehändler, dem ich noch nie vorher begegnet bin, aber bei dem ich von jetzt an alles kaufen werde. er ist auf meinem weg, falls er nicht zu teuer ist.
– hast du schon jemals einen gemüsehändler gesehen, der nicht zu teuer gewesen wäre? aber davon abgesehen; hättest du vorher deinen standpunkt bestimmt, würde es dir ja vielleicht egal sein, ob der gemüsehändler teuer oder günstig ist. denn dann wäre es nur wichtig, keine zeit zu verlieren und auf dem kürzesten weg deine besorgungen zu machen, damit du wieder an die fertigstellung deines werks gehen kannst. denn darum geht es doch, oder?
– da es mir nun nicht egal ...
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