David Hallberg: «A Body of Work. Dancing to the Edge and Back», New York 2017
Autobiografie: David Hallberg
Eine schwere Verletzung ist für Tänzer ein einschneidendes Erlebnis, umso mehr, wenn sich Operationen und Genesung über zwei Jahre hinziehen. David Hallberg, Erster Solist beim American Ballet Theatre, verarbeitet sein Trauma in einer gut geschriebenen Autobiografie, spannt darin den Bogen von seinen ersten Stepptanzschritten in der heimischen Waschküche hin zur glücklichen Rückkehr auf die Bühne nach der erzwungenen Pause.
Hallberg schreibt viel über das Alleinsein, zunächst in der Schule, wo er von seinen Mitschülern wegen seines Andersseins, seiner Tanzleidenschaft und seiner Homosexualität tyrannisiert wurde. Danach als einziger Amerikaner an der Ballettschule der Pariser Opéra, später als erster amerikanischer Solist am Bolschoi-Theater, als durch die Welt jettender Gaststar und schließlich in Melbourne, wo er beim Australian Ballet in einer langwierigen Prozedur wieder auf die Beine kommt.
Dabei gibt Hallberg, insbesondere anhand der Erlebnisse in Moskau, seiner Leserschaft interessante Einblicke in unterschiedliche Ballettwelten und ihre Tanz- und Trainingsmethoden. Wohl aus ökonomischen Gründen findet sich aber nur eine kleine schwarzweiße Foto-Auswahl in der Buchmitte. ...
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Tanz Januar 2018
Rubrik: Medien, Seite 65
von Frank-Rüdiger Berger
Susanne Linke, Sie unterrichten Profitänzer und -tänzerinnen mit einer Methode, die Sie «Inner Suspension» nennen. Was gab Ihnen den Anstoß zu dieser Methode? Ich habe während meiner zweiten Ausbildungsphase in der Folkwang-Hochschule auch viel Klassisches Ballett trainieren müssen: Eine Dreiviertelstunde an der Stange, dann zwanzig Minuten in der Mitte, und dann...
Ein Ballettdirektor im Gefängnis? Ganz unmöglich scheint das nicht mehr. Yorgos Loukos, graue Eminenz im Chefsessel des Opernballetts von Lyon, wurde im November 2017 zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Hinzu kommen 5000 Euro Strafe und eine Entschädigung von 20 000 Euro. Die gehen an die Klägerin, die Tänzerin Karline Marion. Ab 2008 gehörte sie dem...
Nein, nein, nein – der Chef setzt keinen Fuß auf eine Tanzfläche. Nie und nimmer! Dafür sind die Trainer zuständig – und die Kunden. Und damit fährt Jan de Vries bestens. Seine Geschäftsidee kam auf kuriose Weise zustande. Vor gut zehn Jahren trat ein Möbelhaus – «Sie wissen schon, das mit den vier gelben Buchstaben» – an de Vries heran, einen Spezialreiseanbieter...
