Comic im Netz 1/18
Was bitte passiert eigentlich in «Schwanensee»? Wie kommt «Giselle» ins Grab? Und wer tummelt sich da im Königreich der Schatten von «La Bayadère»? Wer auf die Schnelle wissen will, was ihn im Theater erwartet, der greift für gewöhnlich zum Ballettführer oder klickt im Netz Wikipedia an. Dass sich aus den oft seltsam verschlungenen Inhalten auch sehr unterhaltsame Comics machen lassen, zeigt sich unter der Adresse «movitabeaucoup.com».
Dort werden in der Rubrik «ballet explained» vier Klassiker vorgestellt, mithilfe kleiner Spielfiguren und Sprechblasen, die das Geschehen Akt für Akt nachzeichnen.
Ausgedacht hat sich den Spaß Rachael Dyer, Ballettlehrerin mit Zertifikat der National Ballet School in Toronto. Die in Halifax ansässige Pädagogin hat ihre Aktivitäten schon vor Jahren online erweitert, unter anderem mit einem Koch-und-Back-Blog, der für lauter kalorienreiche Verführer wirbt – selbstgemacht natürlich. Marzipan-Ballerinen balancieren da auf Torten und Törtchen, deren Anblick man sich keinesfalls auf nüchternen Magen zumuten sollte – Gefahr von Heißhunger-Attacken! Dann begann Ms. Dyer zu schreiben, zu fotografieren und eben en miniature die Highlights des Repertoires zu ...
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Tanz Januar 2018
Rubrik: Medien, Seite 65
von Dorion Weickmann
1936 fanden die Olympischen Spiele in Berlin statt. Kurz davor organisierte Rudolf von Laban die «Tanzolympiade». Auf dem Siegerpodest stand die Kroatin Mia Čorak Slavenska, die das 1929 gegründete Königreich Jugoslawien als «freie Tänzerin» vertrat. Die UdSSR, Frankreich, England, Schweden und die USA sagten ab, da man Ballett mit Ausdruckstanz nicht vergleichen...
Johann Sebastian Bach schrieb Musik ganz von dieser Welt und doch mit Verbindung zu Höherem – beliebt und geliebt bis heute. Unsterblich nennt ihn das Tanzstück von Hans Henning Paar am Stadttheater Münster: «Bach, immortalis». Umso sterblicher wirken natürlich die zwölf Tänzer – und leider auch die Choreografie.
Das Sinfonieorchester Münster unter der Leitung...
Ein Trampelpfad schlängelt sich zwischen Birken und wildem Grün hindurch, das links und rechts des Weges abfällt, wuchert. Unvermittelt öffnet sich das Dickicht, und zwei Kühltürme ragen ins Himmelsblau – oder vielmehr ihr Skelett. Auf der Zeche Zollverein in Essen liegen Geschichte und Gegenwart nah beieinander, sie ist ein faszinierender Ort permanenter...
