Manja Chmièl
Manja Chmièl wurde im Nachkriegs-Berlin neben Dore Hoyer gefeiert. Die Tschechin aus der Wigman-Schule pfiff auf Tradition. Sie war die Metapher ihres Manifests: «Mein Tanz ist nicht Ausdruckstanz ...» Erdig, blutvoll rhythmisch, raumgreifend suchte sie nach einem Vokabular, das pure Bewegungsgebilde in zeitliche Ordnung brachte, als Spiegel der Zeit. Ihr Stil prägte das Berliner Wigman-Studio, in dem sie der Altmeisterin assistierte. Ihr Tanz sollte neben Neuer Musik und abstrakter Malerei autarke Kunstform sein. Zehn Jahre zu früh. Das Ballett hatte sich gerade breit gemacht.
Chmièls Gruppe Neuer Tanz Berlin hatte in den Sechzigern nur kurz Bestand – neben Motion, die nach Philadelphia auswanderten und noch heute existieren: die erste freie Tanzkompanie. Auch ihr Studio im jetzigen Literaturhaus. Höllerers Fernsehportrait und der Kritikerpreis 1968 halfen nichts. Nach Hoyers Selbstmord siedelte sie nach Hannover um, wohin es immerhin noch Eiko & Koma verschlug, um bei ihr zu lernen. Dort ist sie, bis zuletzt lehrend und um Kunst streitend, am 5. Mai mit 84 Jahren gestorben. Ihre packende Biografie, 2001 im Eigenverlag erschienen, fand keinen Verleger. Wenn es einen Katalysator ...
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Selten setzt innovativer Tanz auf Musik als Vorlage oder Inspiration. Philipp Gehmacher, der im Auftrag des Salzburger Mozarteum das 45-minütige Stück «das überkreuzen beyder hände» herausgebracht hat, meint dazu: «Das (Sichentfernen von der Musik) hat damit zu tun, dass die Musik in einem fort nach vorn drängt, in Zukünftiges fließt, während mein Tanz innehält...
«Sieht doch immer gleich aus», lautet eine häufig gehörte Meinung zu Indiens Tanzstilen, von Kathakali mal abgesehen. Dagegen gibt es jetzt ein Rezept. Wir wissen nicht was der Augenarzt empfiehlt, aber wir empfehlen eine Eintrittskarte für «Samanvaya». Da beweisen Alarmel Valli und Madhavi Mudgal, dass Odissi und Bharata Natyam so trennend miteinander verbunden...
July 5, 2005 – a day like any other at the Gulbenkian Ballet. Rehearsals, talks on the corridors, everything going smoothly. Then the news came. The ballet company had ceased to exist a few hours earlier. Suddenly all rehearsals had to end, commissions were suspended (paid for but never premiered), no more tours, no more shows.
Reactions of incredulity came from all...
