Kenneth MacMillan ...
... starb 1992, am 11. Dezember hätte er seinen 80. Geburtstag gefeiert. Ihm zu Ehren zeigt das Stuttgarter Ballett die 1965 entstandene Gustav-Mahler-Choreografie «Das Lied von der Erde» und das 1976 geschaffene «Requiem» zur Musik von Gabriel Fauré. Beide Ballette wurden in Stuttgart uraufgeführt.
MacMillan begann wie John Cranko als Tänzer am Sadler’s Wells Ballet Theatre in London, dem heutigen Royal Ballet, wechselte als Ballettdirektor zur Deutschen Oper Berlin, kehrte in den 1970ern ans Royal Ballet zurück und führte als Kodirektor auch das American Ballet Theater.
Mahlers «Das Lied von der Erde» als Ballett herauszubringen, war in London noch abgelehnt worden, doch John Cranko, Leiter des Stuttgarter Balletts, stimmte dem Projekt zu. Die Uraufführung mit Egon Madsen, Márcia Haydée und Richard Cragun war eine Sensation.
MacMillans «Requiem» entstand drei Jahre nach Crankos Tod als Hommage an seinen Freund.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Klingt paradox: Ein Lateinamerikaner rekonstruiert deutschen Ausdruckstanz. Aber schon in seiner Ausbildung in Quito lernte der Tänzer aus Ecuador Mary Wigmans Namen kennen. Den Elementen des modernen deutschen Tanzes wollte er auf die Spur kommen, beschäftigte sich nach dem Studium bei P.A.R.T.S. in Brüssel als Residenzchoreograf am K3-Zentrum in Hamburg mit...
«Ich will das Wort ‹alt› in diesem Raum nicht mehr hören!», ruft Horst Dittmann, einer von vier Ballett-Tänzern der Leipziger Oper, die schon lange nicht mehr tanzen. Die Choreografin Heike Hennig hatte sie 2005 auf die große Bühne zurückgeholt, ihr Stück «Zeit – tanzen seit 1927» konfrontierte Horst Dittmann, Ursula Cain, Christa Franze und Siegfried Prölß mit...
Wer über die unzureichende Förderung des Tanzes klagt, immerhin eine internationale Kunst, sollte sich nicht scheuen, auch den internationalen Vergleich auszuhalten. Auf der ganzen Welt ähnelt das Fördern von Kunst einer Geste des Helfens. Ein Auto steht am Straßenrand und hat eine Panne. In Deutschland wird der Automobilclub gerufen. Man hat ja einen...
