Sorour Darabi in seinem Solo «Farci.e»; Foto: Mehrdad Motejalli
Wasser
Er hat Tanz in Rotterdam studiert und musste aufgeben. Verletzungsbedingt. Weil er mehr darüber wissen wollte, wie der Körper funktioniert, ließ er sich zum Physiotherapeuten ausbilden – und begegnete einem Osteopathen, der ihn mit neuen Ideen bekannt machte. So kam’s, dass aus Johannes Randolf doch noch ein Tänzer wurde, der 1998 mit Robert Poole ans Landestheater Linz ging – bis ein Kreuzbandriss seine Bühnenkarriere dann doch beendete.
Randolf begann modernen Tanz zu unterrichten, inzwischen tut er das an der Privat-universität Anton Bruckner in Linz, wo er auch eine Praxis als Physiotherapeut unterhält. Tänzern bei gesundheitlichen Problemen zu helfen, ist ihm ein besonderes Anliegen. Und das hat natürlich viel mit der richtigen Ernährung zu tun.
Hochwertiger Treibstoff
Dabei profitiert er natürlich von der eigenen Tanzerfahrung. Randolf meint: «Beim Tanz ist die Gefahr sehr groß, dass man über körperliche Grenzen geht. Es ist ja einerseits ein Hochleistungssport, andererseits auch Teil des kulturellen Geschehens – ganz schön schwer, das miteinander zu verbinden!» Er selbst hat die Erfahrung gemacht, dass er Vorgaben wie bestimmte Regenerationszeiten einfach nicht einhielt: ...
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Tanz Dezember 2017
Rubrik: Serie: Ernährung, Seite 66
von Susanne Zellinger
Tim Plegge, Ballettdirektor des Hessischen Staatsballetts in Wiesbaden und Darmstadt, stemmt seit seinem Amtsantritt 2014 jährlich ein Erzählballett: «Aschenputtel», «Kaspar Hauser», «Sommernachtstraum» (tanz 6/17) − jetzt die am wenigsten dramatische «Winterreise» zum Liederzyklus von Franz Schubert mit Texten von Wilhelm Müller. Dazu wählt er Hans Zenders...
Was treiben die Herrschaften da bloß, in diesem riesenhaften Goldfischglas ohne Wasser? Die Damen tragen Schaftstiefel und hautenge Schlauchkleider, die Herren futuris-tische Uniformen, mit stoischer Miene wippt man aneinander vorbei: Hände in den Nacken, Ellbogen seitlich ein- und ausklappen, Schritt, Schritt, Partnerwechsel und die Arme kreisrund von unten nach...
Was für ein Anfang! Noch einmal klopft sich Alice Baccile auf den Knöchel. Doch das Handgelenk will nicht beweglicher werden. Nicht so beweglich wie ihr Körper, der immer wieder abrollt, eine Endlos-Schleife der Choreografie, die auf andere Weise die ganze Vergeblichkeit offenbart. Kein Ton ist zu hören, endlose Minuten lang. Allenfalls das Aufstöhnen Aases, das...
