Gregor Zöllig choreografiert «Vier Jahreszeiten»
Here we go again, Tanztheater. In Gregor Zölligs neuer Choreografie «Vier Jahrezeiten» tragen die Tänzer wieder mal Unterwäsche, legen ihre Gesichter in Blumenerde, oder kuscheln sich zu zweit in ikeabunt bezogene Decken (wohnst du noch, oder performst du schon?). Der Frühling ist voller Gefühle, der Sommer voller Hitze, der Herbst melancholisch und der Winter kalt, ja, und einsam. Eine kurze Szene fasst die ganze Unbedarftheit des Stücks zusammen: Da schüttet einer angesichts eines Haufens Medikamente dem Publikum sein hypochondrisches Herz aus.
Echtes Leid kommt nicht vor, aber echter Witz auch nicht. Wie lautet noch das gute alte Vorurteil im deutschen Tanz? Im Ballett würden Illusionen gepflegt von ewiger Liebe und schwerelosem Equilibre, während das ehrliche, gesellschaftskritische Tanztheater den Finger auf die Beziehungswunden legt. Zölligs Abend ist ein weiterer Beleg dazu, wie weit sich das Tanztheater von den eigenen Ansprüchen verabschiedet hat. Seit gut dreißig Jahren werfen Intendanten die klassischen Choreografen hinaus und stellen Tanztheaterleute aus der deutschen Tradition ein, aber keiner von ihnen zeigt je eine solche ästhetische Entschlossenheit und Härte, wie ...
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Angela Reinhardt wurde in Berlin geboren und erhielt hier ihre Tanzausbildung an der Staatlichen Ballettschule. 1983 wurde sie von Tom Schilling an das Tanztheater der Komischen Oper engagiert. 1985 war sie Solistin, 1987 Erste Solistin. Angela Reinhardt tanzte Hauptpartien der großen Ballettklassiker und der Moderne, wirkte in zahlreichen Tanz-Galas,...
Regen, strömender Regen, Dauerregen auf der Bühne. Durch seine zerstörerische Wucht aus dem Bühnenhimmel knickt erst die aus Pappe geschnitzte Palme, dann sackt der aus Pappe gebaute Riesenschwan in sich zusammen. Zum Schluss gibt auch der einzige Schutz, eine Bushaltestelle aus Pappe, unter der Last des Regens nach. Sie begräbt den portugiesischen Tänzer Francisco...
In my mind Keren Levi is one of the few artists in the Netherlands concerned with what one might call “The Authenticity of the Body;” a mode of thinking that is so fundamental that it incorporates the whole of the human experience. In her aesthetic, the body is brought back to a centred state of reality involving an organic unity, making it a vehicle for either...
