Das Bild
Auf den ersten Blick scheinen sie einander wesensfremd: die Bewegungskunst des Tanzes und die den Augenblick fixierende Kunst der Fotografie. Trotzdem sind es Bilder, die den Tanz für uns festhalten, die seine Ikonografie in unseren Köpfen bestimmen. Wir haben Prominente gebeten, uns ihre ikonischen Tanzbilder zu beschreiben. Damit lenken wir den Augenmerk auf die Sprache der Tanzfotografie, auf Geschichte und Gegenwart der fotografierten Bewegung.
Wir sprechen mit Tanzfotografen über ihre Kunst, über ihre Zusammenarbeit mit Kompanien und wie sie einst den Sprung von der Bühne hinter die Kamera geschafft haben.
Grausam geblendet wurde der Chef des Bolshoi-Balletts, Sergei Filin. Es ist dies: der Tanzkrimi des Jahres – Ende offen. Wir berichten vom Stand der Dinge
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Tanz Jahrbuch 2013
Rubrik: Editorial, Seite 4
von
Wenig Aufhebens macht Gundel Kilian um ihre Person, die Fotografin ist lieber stille Beobachterin als lauter Mittelpunkt. Und ebenso diskret arbeitet sie auch im hohen Alter – im September feiert sie ihren 85. Geburtstag – an vielen Projekten. Sie veröffentlicht Kalender mit Ballettsaalmotiven und Bildbände, zuletzt etwa über Vladimir Malakhov und Sue Jin Kang....
Auf der glatten Oberfläche des Tanzfotos gehen zwei Medien miteinander eine Symbiose ein: der bewegte Tanz und die festlegende Fotografie – Gegensätze, die größer kaum sein könnten. Denn es ist gerade die Bewegung, die in der Geschichte der Fotografie über das rein Dokumentarische hinaus die schlichte Abbildung eines spezifischen Inhalts überragt. Diese Bewegung...
Anne Teresa De Keersmaeker, Herman Sorgeloos, wie kamen Sie beide zusammen?
Herman Sorgeloos: Alles begann mit dem «Kaaitheater Festival» in Brüssel und der Premiere von «Rosas danst Rosas» im Théâtre de la balsamine. Der damalige Festivalleiter Hugo De Greef schlug mich Anne als Fotograf vor, weil er meine Fotos von Jan Decortes «Mauser/Hamletmachine» kannte und...
