Three Atmospheric Studies
William Forsythe ist immer für eine Überraschung gut. Wie kaum ein anderer Choreograf in seiner Position hat er es in den vergangenen zwanzig Jahren verstanden, sich mit jeder Neuproduktion dem öffentlichen Erwartungsdruck ein Stück weit zu entziehen. Das Ballett Frankfurt unter Forsythes Leitung hat stets klug zwischen Publikumsinteresse und dem berechtigten Eigeninteresse der Künstler vermittelt, ihre Arbeit als Labor verstehen zu dürfen, in dem Tanz und Bewegung in ihrer Komplexität gedacht und ausgelotet werden können.
Forsythe hat das neoklassische Ballett zerlegt und neu zusammengesetzt – mit dem Ergebnis, dass jüngere Stücke wie «Decreation» oder «We Live Here» auf den ersten Blick nur noch wenig mit frühen neoklassischen Werken wie «Artifact» zu tun haben. Was in über zwanzig Jahren aber geblieben ist, ist eine unverkennbar Forsythesche Haltung des Fragens und eine Liebe zum Theater und allen Möglichkeiten, die diese Maschinerie zu bieten hat.
Was man von Forsythes neuem Stück «Three Atmospheric Studies» erwarten durfte, war also das Unerwartete. Zumal seine drei atmosphärischen Studien das erste Stück der neu gegründeten The Forsythe Company sind, die Forsythes Arbeit ...
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