Carolyn Carlson: «Inanna»
Erleichterung schon vor der Aufführung. «Das Pub-likum ist zurück», freut sich ein Kenner des Hauses, der die schwierige Wandlung von Maryse Delentes Ballet du Nord in Carolyn Carlsons CCN mitgemacht hat, samt Auflösungsängsten. Und das Publikum dürfte bleiben. Es hat die Neue auf Anhieb ins Herz geschlossen, wenn auch der Jubel nicht darüber hinwegtäuscht, dass Carlson wieder auf der Suche nach sich selbst ist.
Ihre freie Kompanie und ihr Studio auf der Cartoucherie, vis à vis zum Théâtre du Soleil von Ariane Mnouchkine, steckten in einer Sackgasse.
Um so kreieren zu können, wie sie es sich vorstellt, brauchte Carlson andere Produktionsbedingungen, strukturell und finanziell. In Roubaix ist derweil Erleichterung spürbar, dass das Flaggschiff der Tanzszene wieder flott ist. Ohne dass je eine Bemerkung darüber gefallen wäre, dass in der Einstandskreation für sieben Tänzerinnen nicht eine aus Frankreich stammt und die Choreografin ja auch nicht. Das macht Mut in Zeiten, da die Demagogie der Vernunft den Rang abläuft. Drei der sieben Interpretinnen gehörten schon zum Ballet du Nord, aber alle stammen aus den verschiedensten Himmelsrichtungen, geografisch und choreografisch. Das ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Die Auflösung kommt erst zum Schluss, als die Performance schon vorüber ist. Beim Verlassen des Bockenheimer Depots, wo William Forsythes neustes Stück «Clouds after Cranach» uraufgeführt wurde, fällt der Blick auf zwei Bilder an einer schwarzen Wand. Das eine zeigt Lucas Cranachs Gemälde «Klage unter dem Kreuz». Das andere ein Pressefoto, auf dem vier...
I would like to tell a story that changed the way I perceived myself in tights forever. When I was 24 years old one of my childhood friends tragically died of AIDS. I received a phone call late at night and was grief stricken. The next morning I decided to try go to work as usual and I was doing very well until my hand touched the barre and I became aware of...
The feverish activity at the entrance to Sadler’s Wells Theatre tells its own story. The milling crowd, the excited paparazzi with their flash bulbs and the celebrity audience all make their own contribution to a typical Matthew Bourne opening night. Angel Flowers worked their magic in the foyer with Astroturf flooring, huge topiary exhibits and stunning flower...
