Warum Kinder tanzen
Es soll am Münchner Gärtnerplatztheater eine Audition für «Cinderella» geben, junge Amateurtänzer erwünscht. Zehn spannungsgeweitete Augenpaare sind auf Alan Brooks gerichtet – haben die Kids aus seinem Samstagskurs eine Chance? Er lacht und wippt vergnügt auf den Ballen. «Hey, ich bin nicht Detlef Dings!», damit es noch einmal allen klar ist: in Alan Brooks’ Tanzworkshops geht’s nicht um sieben und siegen. Wer mitmachen will, darf. Wer sich nicht traut, von der Metaebene runterzuklettern und auch den dummen August zu machen, hat von der ganzen Sache gar nichts.
«Nein» – jetzt ganz großer Bruder (Alan Brooks ist 31): «Ihr kennt mich, wir sind nicht bei ‹A Chorus Line›.» Und unterstreicht das mit den ersten drei, vier Schritten aus der Musical-Choreografie, spaßeshalber. Die Vierzehn-Jährigen strahlen. Alan Brooks auch. Er ist in seine Mentorenaufgabe genauso verliebt wie seine Schützlinge in ihn. Niemand wird sich doof fühlen. Weil Brooks davon überzeugt ist, dass jeder seiner Schüler wertvoll und besonders ist und mit ein bisschen Unterstützung das auch im Tanz ausdrücken kann.
Chava ist erst zum zweiten Mal dabei. Die zweite Tanzstunde ihres Lebens. Sie schaut noch skeptisch. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ballerina and teacher Melissa Hayden – called by Lincoln Kirstein “the nearest thing to a ‘star’ in our starless company” – died this past August of pancreatic cancer at her home in Winston-Salem, North Carolina. She was 83.
Hayden, a native of Canada born as Mildred Herman danced with the (now-disbanded) corps de ballet of Radio City Music Hall, and,...
Bin ich eine Person? Vielleicht bin ich deren zwei, vielleicht keine. Fragt Richard Siegal, robbt und reibt sich. Und je intensiver er sich an sich selber reibt, umso mehr soll ihn das wohl vor den Blicken der Zuschauer schützen. «Stranger/ Stranger Report» wäre nicht mehr als eine weitere dieser Brainstorming-Performances mit Kapuze, Motorradhelm und Monitoren,...
Der Tänzer, Choreograf und ehemalige Münchner Ballettdirektor Pino Mlakar, einer der letzten Künstler, der noch persönlich mit Richard Strauss zusammengearbeitet hat, ist am 30. September im 100. Lebensjahr in seinem Geburtsort Novo mesto verstorben. Gemeinsam mit seiner deutschen Frau Pia, die er in den 1920er Jahren im Berliner Tanzinstitut Rudolf von Labans...
