Lehrerin: Allison Brown
Die Kanadierin Allison Brown tanzte im New York City Ballet, bei Twyla Tharp, Amanda Miller, Saburo Teshigawara und von 1996 bis 2004 in William Forsythes Ballett Frankfurt. Seit fast 20 Jahren choreografiert und unterrichtet sie: Profis, Tanzstudenten, Amateure. Sie lebt in Frankfurt.
Allison Brown, was genau meinen Sie, wenn Sie «Moving Stories» unterrichten?
Ich versuche seit einer Weile, mit den Leuten in meinen Workshops mehr ins Gespräch zu kommen. «Moving Stories» geht auf ein Treffen Frankfurter Künstler zurück.
Während ich erzählte, wie ich Tänzerin geworden bin, habe ich mich bewegt, improvisiert. Irgendwann versuchten die anderen, mir zu folgen und mir Fragen zu stellen beim Bewegen. Genau das möchte ich in «Moving Stories» aufnehmen.
Sie geben seit 2007 Profitraining in Frankfurt, bald auch in Hamburg und Leipzig.
Da habe ich die Verantwortung, die Tänzer aufzuwärmen und herauszufordern. Ich verfolge während der Woche auch ein Thema, wie «fast dynamic changing body», «no bones body» oder «unsere Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede». Bislang habe ich viel Shadow-Yoga eingesetzt, aber wegen einer Verletzung fällt mir das gerade schwer, und ich wollte im Training ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2018
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Melanie Suchy
«Moving Architecture» nennt Daniel Arsham seine Raumskulpturen, die er kürzlich in Moskau gezeigt hat. Genüsslich kreiert er Paradoxien und plastische Verzerrungen. Futuristisch und entkörperlicht sind diese tanzenden Raumgebilde, gefroren in der Bewegung – in dem flüchtigen Moment, wo sich Architektur und Performance treffen.
Was fehlt, sind Farben. Die fluide...
Annie Suquet beleuchtet Tanz im Spannungsfeld politischer und gesellschaftlicher Strömungen. Die Forscherin arbeitet zurzeit an einem Buch über den Einfluss des Kalten Krieges auf die Entwicklung der Tanzszenen in Ost und West. Es schließt direkt an ihre Studie zur Geburt der Tanzmoderne vor 1945 an, soll die Zeitspanne bis in die 1960er-Jahre abdecken und Makro-...
Maura Morales stellt kein identifizierbares Ego auf die Bühne. Deshalb der Titel des Solos, «Exceso de la Nada» – «Überfluss des Nichts» –, der auf etwas Uneingrenzbares deutet. Die Choreografin und Tänzerin vergegenwärtigt Erinnerungen, im Körper lebend. Sie sind in Kuba verortet, das sie 1996 Richtung Düsseldorf verließ, auf das «Nichts» im Überfluss, als...
