gera: silvana schröder «27»
«Bei mir ist der ‹Club 27› ein Club junger Menschen, die die Botschaften ihrer Pop-Idole leben, die werden wollen wie sie», sagt die Choreografin Silvana Schröder. «27» bezieht sich auf das gleichnamige Buch von Kim Frank, Frontmann der Band «Echt».
In Franks Roman geht es um die Nöte des Rockstars Mika – bei Schröder hat er viele Namen: Jeder der exquisiten Tänzer ihres ThüringenBalletts (das sich seit diesem Jahr Thüringer Staatsballett nennt) ist Teil des kollektiven Wollens, genauso wie der Gitarrist Arto Mäkelä, der live die Titel der Doors auf seine Weise interpretiert, weil das Theater in Gera die Rechte dazu nicht erhielt. Aber einer steht dann doch stellvertretend für diesen Mika, hockt rauchend am Eisernen Vorhang, unter den Projektionen aller mit 27 Jahren am Drogenkonsum verstorbenen Sangesbarden: Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain, Amy Winehouse & Co.
Zwischen den eingespielten Originalen kommen die Heroen in Kurzinterviews selbst zu Wort. Durch eine Tür im Mund von Jim Morrison gelingt dem Kapuzenmann der Einlass ins rocklärmende Diesseits. Auf der Bühne hängen Jugendliche ab, warten auf ihre Chance. Zunehmend rauschhaft verlieren sie sich an die ...
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Tanz Februar 2013
Rubrik: kalender, Seite 38
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