kim kimin
Seit einigen Jahren schaut sich das Mariinsky-Theater verstärkt auch außerhalb von Sankt Petersburg nach Top-Tänzern um, und einige dieser Auserwählten haben für ziemlichen Wirbel gesorgt. Zwar sind sie den Absolventen der Waganowa-Akademie in nichts überlegen, doch ihr Stil ist erfrischend anders.
Die spannende Frage, die sich derzeit der Beobachterin stellt, ist: Warum werden gerade diese Tänzer und nicht andere Kandidaten aus dem Mariinsky-Ballett mit Rollen aus dem klassischen Repertoire des Hauses bedacht? In einem Fall jedoch stellt sich diese Frage nicht: Der junge Tänzer Kim Kimin, vor zwei Jahren ans Mariinsky gekommen, hat sich seither als wahres Schmuckstück für die Kompanie herausgestellt. Kimin ist der strahlendste Stern der jungen Tänzer-Generation und reiht sich ein in die Linie jener charismatischen Tänzer, die dem einstigen Kirov-Ballett zum Ruhm gereichten – Tschabukiani, Nurejew, Panow, Baryshnikov oder Ruzimatov.
Im Gegensatz zu jenen anderen Tänzern, die nicht aus den Mariinsky-Reihen stammen, harmoniert der Stil des gebürtigen Südkoreaners Kimin vollauf mit der am Mariinsky-Ballett gepflegten Tradition. Mehr noch: Seine Bewegungen weisen alle Charakteristika ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 159
von Natalia Zozulina
Bis heute lebt das Stuttgarter Ballett von John Crankos wenigen Werken. Wohl entsteht hier ständig Neues, aber die berühmten Handlungsballette – von «Romeo und Julia» (1962) über «Onegin» (1965) bis «Der Widerspenstigen Zähmung» (1969) – sind seit dem Tod des Choreografen im Jahr 1973 der finanziell stets einträgliche Grundstock der Kompanie und auch der Grund,...
Ab und zu kommt es vor, dass uns das Einfache überrascht. Dass plötzlich, unter den vielen Vorstellungen an den vielen Spielstätten, die wir besuchen, eine Aufführung uns packt, von der wir es gar nicht erwartet hätten. Und uns vor Augen führt, dass wir eben doch längst noch nicht alles gesehen haben. Ladies and Gentlemen: Darf ich Ihnen den norwegischen Tänzer und...
Die Federn der Fachpresse wider seine Berufung sind gespitzt, manches Messer zum genüsslichen Tranchieren der Personalie scheint dauergewetzt. Über seinen Zenit als Choreograf sei er hinaus, wird gewettert. Rein sachlich tritt Nacho Duato als neuer Intendant beim Staatsballett Berlin ein zwiespältiges Erbe an. Er übernimmt eine formidable, konkurrenzfähige...
