Global Faces of the Madonna
Künstler jeder Epoche haben Madonnenbilder geschaffen. Auch Künstler, bei denen man keinen besonderen Bezug zur Religiosität vermutet wie Chagall, Dalí, Gauguin, Munch, Ernst oder Nolde. Die Figur der Maria (und die Werte, für die sie steht) fasziniert die Menschen heute wie damals. Sie wird auf der ganzen Welt verehrt. In vielen Kulturen auf allen Kontinenten werden Madonnenbilder gemalt, in die die Ästhetik der jeweiligen Kultur mit einfließt.
Koreanische, haitianische oder afrikanische Madonnen wirken auf uns Europäer eher fremd, dabei hätte die Mutter Christi auch ethnische Wurzeln in Taschkent, Tokio oder anderswo haben können.
Besteht die Faszination der Madonna darin, eine Sehnsucht zu erzeugen, die nicht profan im Hinblick auf das Begehren des Weiblichen ist, sondern Verlangen auf einer ideellen, manchmal auch tranzendentalen Ebene hervorruft? Unschuld bei gleichzeitiger Weisheit, Reinheit und begehrliche Schönheit, Stärke und Verletzlichkeit: ambivalente Eigenschaften vereinen sich in den Bildern, die auch die westliche Popkultur wieder entdeckt. Madonnen zieren bedruckte T-Shirts, Schlüsselanhänger, Postkarten und vieles mehr.
Als ich die ersten Tänzerinnen aus John ...
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