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Ballettmusik erklingt häufig auch jenseits der Bühne im Konzertsaal. Strawinskys «Le Sacre du printemps» ist selbst ohne Tanz ein Repertoireknüller. Aber zeitgenössische Kompositionen, die gar nicht für das Theater geschrieben sind, erreichen das Publikum bisweilen leichter, wenn sich ein Choreograf ihrer annimmt. Zumal dann, wenn es jemand wie Wayne McGregor ist, der im kommenden Mai Esa-Pekka Salonens 2011 uraufgeführtes Orchesterwerk «Nyx» am Royal Ballet in London in Szene setzt.
Bei brandneuen Kompositionen garantiert die Ballettkreation einen gut platzierten Release, sie bildet das Event zur Neuerscheinung. Manchen Choreografen gefällt das. Als Bühnenhebamme einer Partitur treten sie aus dem Schatten des Giganten namens Musikindus-trie. Aber kaum einer von ihnen greift von sich aus in die große Kiste bereits existierender Partituren. Warum? An diese Frage hängen die Musikverlage mehr als nur ein Fragezeichen.
Die Verlage kooperieren
Klar, Musik ist Massenware. Die Gelegenheit, sie unter schönen Lüstern und vor dicken Samtvorhängen unters Volk bringen zu können, ist begehrt, denn die Bühne gilt als Befreiungsschlag von der Festplatte. Längst haben sich Verlage, also Verleiher ...
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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Arnd Wesemann
Das Publikum im ausverkauften tanzhaus nrw in Düsseldorf applaudierte am Ende von Sidi Larbi Cherkaouis «Fractus V» nicht nur, es erhob sich zu stehenden Ovationen. Warum? Vielleicht, weil alles so klar war. Cherkaouis Stücke geben sich zugewandt, sie bieten Futter; hier sind es jede Menge Tanz und live gespielte und gesungene Musik, zwei Prisen Text, Noam Chomsky...
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz
und Performance
____Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
____Redaktion Hartmut Regitz,
Dorion Weickmann, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel +49-(0)30-254495-20, Fax -12
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____Gestaltung & Bildredaktion
Marina...
im januar: demis volpi______
Vor einem Jahr hat man ihm noch den «Tanzpreis Zukunft» zuerkannt. Inzwischen ist Demis Volpi längst in der Gegenwart angelangt und kündigt mit einem «Nussknacker» für das Ballet Vlaanderen und einer «Salome» für das Stuttgarter Ballett gleich zwei abendfüllende Großproduktionen für die laufende Spielzeit an: ein Arbeitspensum, bei dem...
