Im Focus der Maiausgabe 2012

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Es sind weder prominente Sängerinnen und Sänger noch prominente Stücke, die derzeit für Furore sorgen. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass das kleine Haus in Gießen Giovanni Pacinis «Maria Tudor» nicht nur wiederentdeckt, sondern auch wirklich bewältigt? Und wer kennt schon die Meisterwerke von Auber, die jetzt in Berlin und Paris fast zeitgleich herauskamen? Bei den parallel entstehenden «Ring»-Zyklen in Mannheim und München zeigt sich immer deutlicher, wer künstlerisch die Nase vorn hat: das kleinere und finanziell weit schlechter gestellte Haus.

In Salzburg kann die prominent besetzte «Carmen» trotz großer Einzelleistungen so wenig überzeugen wie eine neue «Lulu» an der Berliner Staatsoper im Schiller Theater. Ganz ohne Promis dagegen zeigt die Staatsoper Stuttgart geheime Bezüge zwischen Schönberg und Janácek. Mehr darüber im Focus-Teil dieses Heftes.
 

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Opernwelt Mai 2012
Rubrik: Im Focus, Seite 4
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann

Weitere Beiträge
Versöhnung in Kandahar

Manchmal entpuppen sich Konflikte, die man für aktuell hält, als verblüffend alt. Afghanistan ist ein von Warlords und lokalen Clanführern zerrissenes Land? Der Iran spielt mit den Muskeln und will regionaler Hegemon werden? Alles so oder so ähnlich schon mal dagewesen – eine Barockoper zeigt es. 1709 hat der afghanische Stammesfürst Mir Wais die Provinz Kandahar...

Hyper-Barock

Der Prolog gehört zwei Jägern. Gamsbartfedernd reißen sie auf Bayerisch ihre Judenwitze, später trägt der Chor noch drohend Transparente an die Rampe, die ein Judenverbot für den deutschen Wald fordern. Und dann ist es auch schon wieder vorbei mit der Aktualisierung. Keine Antwort auf Veit Harlans unsäglichen Film ist der Abend, keine unverbrämte Problemwälzerei....

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53. Jahrgang Nr. 5

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vom Friedrich Berlin Verlag

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Redaktionsschluss dieser Ausgabe war
der 12.04.2012.

 

Redaktion:
Stephan Mösch 
Albrecht...