Goldener Klang
Beim großen Run auf den «Ring» im Vorfeld des Wagner-Jubiläumsjahres hat die Oper in Sofia bisher gut mitgehalten: 2010 überraschte sie mit einer gelungenen «Rheingold» -Produktion, dieses Jahr mit der «Walküre» (siehe OW 7/2010 und 6/2011). Es ist der erste selbst produzierte «Ring» in der Geschichte des Hauses. Der Schwerpunkt liegt allerdings nach wie vor beim italienischen Repertoire, wie jetzt eine Doppelpremiere gezeigt hat, die genau genommen eine Dreifachpremiere war: «Tosca» und – zwölf Tage später – «Cavalleria rusticana»/«Gianni Schicchi».
Grund für die Terminballung: Die Oper aus Sofia ist ein gern gesehener Gast in Japan, denn sie ist kostengünstiger als westliche Top-Häuser wie die Bayrische Staatsoper. Jetzt sollte den Veranstaltern von «Japan Arts» die Möglichkeit gegeben werden, alle Produktionen für die kommende Tournee 2012 hintereinander zu sehen.
Reizvoll ist die – von den japanischen Partnern vorgeschlagene – Kombination der beiden Einakter allemal: Endlich folgt auf «Cavalleria rusticana» einmal nicht mit dem «Bajazzo» eine weitere Tragödie, sondern mit «Gianni Schicchi» ein Kontrast: Puccinis einzige komische Oper, in der nicht Liebe, Eifersucht und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2012
Rubrik: Panorama, Seite 39
von Udo Badelt
In Gera hat ein neuer, dem dortigen Publikum als Regisseur aber nicht unbekannter Intendant kurzfristig – also ohne jeden Planungsvorlauf – die Leitung des in Finanznöten steckenden Theaters übernommen. An der Komischen Oper Berlin gestaltet ein erfolgreicher, aber dennoch um Zuschauer kämpfender Intendant seine letzte Spielzeit, bevor er an eine größere Bühne...
Europäische Leser mögen nach wie vor staunen, dass es in Australien für fast 23 Millionen Einwohner nur eine einzige «nationale» Opernkompanie gibt: Opera Australia (OA), die ausschließlich in Sydney und Melbourne spielt. Selbst wenn man die in den Hauptstädten von vier Bundesstaaten beheimateten «Teilzeit»-Truppen nebst einigen Spezialensembles hinzuzählt – etwa...
Vor einigen Jahren erfüllte sich Ronald Stanton einen außergewöhnlichen Wunsch. 1987, mehr als zwanzig Jahre zuvor, hatte der New Yorker Geschäftsmann einen Opernabend erlebt, der sein Leben veränderte: die Aufführung von Jean-Baptiste Lullys Oper «Atys», mit der Frankreich damals den 300. Todestag des Komponisten würdigte. Nun, mit über 80, wollte Stanton diesen...
