Personalien | Meldungen August 2018

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JUBILARE

Kathleen Battle stammt aus Portsmouth/Ohio und studierte am Cincinnati College-Conservatory of Music. Ihr Debüt als Solistin in Brahms’ «Requiem» 1972 beim Spoleto Festival unter der Leitung von Thomas Schippers markiert den Beginn ihrer Karriere. Drei Jahre später stand sie in Michigan erstmals auf einer Opernbühne (als Rosina in Rossinis «Barbiere di Siviglia»), 1977 debütierte sie an der Metropolitan Opera in Wagners «Tannhäuser». Danach wurde die Sopranistin schnell zu einem begehrten Gast bei europäischen Festivals.

Zu den Höhepunkten ihrer Laufbahn zählte ihre Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan, unter dessen Leitung sie u. a. als Zerlina in Salzburg (1987/88) triumphierte. Ihr Repertoire reichte vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik, von Bach und Händel bis zu Franck und Fauré. Zu Battles Paraderollen zählten Mozarts Susanna, Despina und Pamina, aber auch zahlreiche Partien der Belcanto-Opern Rossinis und Donizettis. Die Kritik feierte sie als «the best lyric coloratura soprano in the world». Für ihr Debüt an Covent Garden als Zerbinetta in Strauss’ «Ariadne auf Naxos» erhielt sie den Laurence Olivier Award. Die Amerikanerin arbeitete mit allen führenden ...

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Opernwelt August 2018
Rubrik: Service, Seite 56
von Andrea Kaiser

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Bittere Farce

Die Vorstellung ist absurd: ein Opernhaus ohne Intendant, ohne Chefregisseur und ohne Musikchef. Führungslos, ratlos, ideenlos. Was eigentlich nur kühnste Fantasie zu ersinnen vermag, ist in der Pokrovsky Kammeroper demnächst Realität. Und wie es aussieht, wird das Moskauer Theater als solches nicht mehr existieren.

So ernüchternd die Zukunftsaussichten, so...

Bild(er)mächtig

Schönes Foto. Es zeigt, schwarz-weiß in der einen, gelb durchstochen in der anderen Diagonale, die Büste eines Mädchens: etwa zwölf Jahre alt, Lockenkopf mit Seitenscheitel, Sommerkleid, ein hübsches Schleifchen im Haar, Blumen in der Hand, vorwiegend Rosen in verschiedenen Farben. Aber auch Lilien. Was noch stärker irritiert, ist der Blick des Mädchens. Er ist...

Klingende Kalligrafie

Die Figuren sind alte Bekannte. Wir kennen sie aus Kleists Novelle «Das Erdbeben in Chili». Josephe, das Mädchen aus gutem Hause, und Jeronimo, ihren Privatlehrer, in verbotener Liebe entflammt, Eltern des illegitimen, im Klostergarten gezeugten Knaben Philipp, von König, Kirche und Volk ob dieser Verfehlung dem Tode geweiht. Fernando, den hohen Herrn, und Elvire,...