Mit einfachsten Mitteln

Detmold | Wagner: Parsifal

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Das Detmolder Landestheater ist ein Schmuckkästchen, das gerade mal 650 Zuschauer fasst. Ideal für Barockes, Mozart und Rossini, möchte man meinen. Doch die Detmolder bescheiden sich schon seit einiger Zeit nicht mit dem, was vermeintlich angemessen scheint. Wagners «Ring des Nibelungen» haben sie bereits komplett im Spielplan, freilich in einer verkleinerten Orchesterbesetzung. Nun wagte sich das Haus an «Parsifal», jenes in jeder Hinsicht finale «Bühnenweihfestspiel», dessen Thematik den Meister mehr als dreißig Jahre beschäftigte.



Das Ergebnis ist eine positive Überraschung. Zwar passte beim tosenden Schlussapplaus die Solistenriege nicht nebeneinander auf die schmale Bühne, aber während des langen Abends hatte sich das grazile Maß des Hauses fast durchgehend als Gewinn erwiesen. Denn das Werk, das sich auf großen Bühnen häufig in der Weite und klanglich im wabernd Ungefähren verliert, gewinnt in Detmold eine neue, kammerspielartige Dimension. Im Saal herrscht eine unbarmherzig trockene Akustik, kein Misston, kein Wackler und kein Kratzer bleibt dem Ohr verborgen. Dafür ist jedes Wort des Wagner’schen Librettos verständlich, Übertitel sind hier überflüssig.

Petra Mollérus‘ ...

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Opernwelt Mai 2012
Rubrik: Panorama, Seite 35
von Regine Müller

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