Münchner Mischung
Kurz vor Toresschluss wurde es eng. So eng, dass eine «Ariadne» noch schnell umgekrempelt werden musste: Gleich mehrere Sänger, die für diese Repertoire-Serie vorgesehen waren, wurden abgezogen und durch Neueinkäufe ersetzt. Mehr als gedacht hatten sie mit parallel laufenden Premierenproben zu tun. Dann also lieber auf Nummer sicher gehen. Andere Intendanten mögen da neidisch auf ihr schmelzendes Budget blicken, ein Haus wie das Münchner kann sich solche Umbuchungen leisten.
Erst recht, wenn eine Ausnahmeproduktion wie «Die Soldaten» ansteht, die Kräfte bindet, den Alltag schier sprengt, den Repertoirebetrieb fast lahmlegt. Und dazu im Graben ein Maestro wie Kirill Petrenko regiert, der noch in der Endphase, wenn es eigentlich ums große Ganze gehen sollte, die Rührtrommel im Off und die Celli am letzten Pult korrigiert.
Nicht nur die kleine Panik ein paar Tage vor der Premiere hat sich ausgezahlt. Bernd Alois Zimmermanns «Die Soldaten», die «Aufführung des Jahres» am «Opernhaus des Jahres» mit dem «Dirigenten des Jahres», ist vieles. Triumph der musikalischen Fraktion. Souveräne Leistungsschau eines Supertankers. Bestätigung einer künstlerischen Entwicklung. Und auch Versöhnung mit ...
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Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Aufführung des Jahres, Seite 27
von Markust Thiel
Drahtig, nicht besonders groß. Ein Bart und wilde Lockenbüsche. Blitzende Augen und eine Riesenenergie. Man würde Aleksandar Denic glatt zutrauen, dass er die gigantischen Sets höchstpersönlich auf die Bayreuther Bühne wuchten könnte, die er sich für Wagners «Ring des Nibelungen» ausgedacht hat. Jenen «Ring», der eigentlich «Denic-Ring» heißen müsste, wie eine...
Deutschland
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Theater Aachen
GENERALINTENDANT UND GESCHÄFTSFÜHRER: Michael Schmitz-Aufterbeck
GENERALMUSIKDIREKTOR: Kazem Abdullah
VERWALTUNGSDIREKTOR UND GESCHÄFTSFÜHRER: Udo Rüber
SEKRETARIAT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG: Doris Hautermann, Tatjana Trunsperger
CHEFDRAMATURGIN UND STELLV. DES GENERALINTENDANTEN IN KÜNSTLERISCHEN FRAGEN: Inge Zeppenfeld
KÜNSTLERISCHE...
Klappern gehört zum Handwerk. Dass es nicht reicht, einfach Gutes zu tun, ist nicht erst seit dem Siegeszug moderner Marketingstrategen eine Binsenweisheit. Man muss auch darüber reden. Und zwar öffentlich. Auf allen Kanälen. In allen Medien. Denn Aufmerksamkeit ist die knappste und deshalb besonders heiß umkämpfte Ressource des multimedial zerstreuten ...
