«Gothic Opera» de luxe
Was die Trefferdichte von Open-Air-Festivals betrifft, so macht der Schweiz niemand was vor. Zwischen Einsiedeln und Frauenfeld, Brülisau und Willisau, Gossau und Appenzell bis nach Ebikon, Etziken, Hilterfingen, Schwanden und Lupfig häufen sich Musik-Festivals wie nirgendwo sonst. Das Wetter muss herrlich sein in der Schweiz. Kein Wunder also, dass auch auf dem Opernsektor manches passiert. Bei den Zelt-Festivals von Verbier und Gstaad ist Oper zwar die Ausnahme.
Das Classic Openair Solothurn dagegen bietet Stars wie Ambrogio Maestri oder Noëmi Nadelmann in halbszenischer Verpackung, umgarnt von Chor und Orchester der Nationaloper Sofia.
Die Nase vorn, was Größe und Kuriositätswert angeht, hat das Festival d’Opéra Avenches. Ohne auf modernes Regietheater zu vertrauen, hat sich hier ein erklärtes Sänger-Festival etabliert. Matthias Goerne sang in Avenches seinen wohl einzigen Freiluft-Papageno. Ghena Dimitrova eröffnete 1995 als «Turandot».
Seitdem hat der Leiter und Sänger Sergio Fontana immer wieder Freunde engagiert. Ihm schwebte eine Schweizer Ausgabe von Macerata vor. Katia Ricciarelli, Elena Mosuc und Marcelo Alvarez sangen hier. Im vergangenen Jahr teilten sich Renato ...
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Carl Maria von Weber hat ihn zwar einst einen «bedeutenden Musiker» genannt, aber heutzutage zählen die Bühnenwerke des Mozart-Zeitgenossen Peter von Winter (1754-1825) allenfalls zu den Raritäten unserer Spielpläne – etwa «Das Labyrinth», eine Fortsetzung der «Zauberflöte», 1978 in München und 2002 in Chemnitz, oder «Maometto II.» 2002 in Bad Wildbad. Jetzt...
Vierzig Millionen Euro haben sich die Bregenzer Festspiele die Sanierung ihres 1980 eröffneten Großen Hauses kosten lassen. Pünktlich zum sechzigjährigen Festspieljubiläum ist sie nach nur zehnmonatiger Bauzeit abgeschlossen worden – ein architektonisches Lifting, das sich sehen lassen kann. Nicht nur die bisher separierten Baukörper von Seebühne, Großem Saal,...
Gehäufte Schönheiten und Sinnigkeiten, bekannte der Dichter, habe er an seinem inneren Auge vorbeiflanieren sehen, als er die Schlussszene vernahm: das erste Auftauchen der Schwert-Idee, die wundervolle Manipulation des Walhall-Motivs, Loges genial charakterisierende Zwischenreden und vor allem jenes unbeschreiblich sentimental zu Herzen gehende «Treulich und treu...
