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Es gibt viele Möglichkeiten, dem Leben mittels der Kunst zu entfliehen. Der Tango ist gewiss eine davon. Zunächst, und das ist kein Einspruch, nur ein Hinweis: Tango, das ist vieles, vieles Unsagbare. Aber eines vor allem ist der Tango immer gewesen: der (getanzte) Einspruch des Subjektes gegen die Welt. Und sei dieser Einspruch noch so prekär, noch so ordinär. Für...
Herr Dusapin, für Ihr «Faustus»-Libretto haben Sie aus vielen literarischen und anderen Quellen geschöpft. Der wichtigste Pate Ihrer Textcollage ist aber der englische Shakespeare-Zeitgenosse Christopher Marlowe. Wie kam es zu dieser Wahl?
Ich wollte Anfang der neunziger Jahre eigentlich über einen Text von Gertrude Stein arbeiten: «Doctor Faustus Lights the...
Der Vorwurf, dass man in eine Dichtung etwas ‹hineingelegt› habe, wäre ihr stärkstes Lob. Denn nur in jene Dramen, deren Boden knapp unter ihrem Deckel liegt, lässt sich beim besten Willen nichts hineinlegen», schrieb Karl Kraus. Auch auf Mozarts «Idomeneo, rè di Creta» und die beiden Inszenierungen des Werks in Wien und Graz ließe sich dieses Zitat anwenden. Willy...
