Cyrano mit Goldrand
Mit Detroit verbindet man gewöhnlich zweierlei: große (derzeit krisengeschüttelte) Autokonzerne und die global erfolgreichen Motown-Platten rund um Diana Ross, den jungen Michael Jackson oder Marvin Gaye. Dass es in Detroit auch ein veritables Opernensemble gibt, ist weitgehend unbekannt. 1971 gründete David DiChiera das Michigan Opera Theatre (MOT).
DiChiera ist Sohn italienischer Einwanderer und fing schon in den sechziger Jahren an, Jugendliche fürs musiktheatrale Geschehen zu begeistern.
Später holte er die Metropolitan Opera aus New York zu Gastspielen nach Detroit, 1971 gründete er seine eigene Compagnie, das MOT. Gegegeben wurde und wird vorzugsweise das Lieblingsrepertoire der Amerikaner: Verdi, Bellini, Tschaikowsky und vor allem Puccini. Als Spielstätten dienten anfangs diverse Theater und Music-Halls, bis DiChiera auf die kostspielige Idee kam, ein ehemaliges Kino zu übernehmen und zu sanieren. Bis zur Eröffnung des Detroit Opera House (1996) sollten Jahre und Millionen vorüberziehen, denn das Haus war zuletzt arg heruntergekommen und diente zwischenzeitlich als Obdachlosenaysl und Pornokino. Dank der Hilfe zahlungskräftiger Sponsoren und einer Mini-Unterstützung vom ...
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