Schwarze Romantik
«Robert ist unvergänglich», – so urteilte 1841 kein anderer als Richard Wagner über Giacomo Meyerbeers damals gerade zehn Jahre alte Oper, und er stand mit dieser Meinung keineswegs allein. Mit «Robert le Diable» und den wenig später (1836) entstandenen «Huguenots» habe Meyerbeer der Oper das Fenster zu neuen ästhetischen Horizonten geöffnet, habe sie befähigt, die großen religiösen und politischen Fragen der Menschheitsgeschichte auf der Musiktheaterbühne zu behandeln. Jedenfalls war die Wirkung des «Robert» auf die Komponisten des 19. und frühen 20.
Jahrhunderts groß und nachhaltig, nicht zuletzt auf Wagner selbst, der noch in einer zentralen Szene seines «Parsifal» Meyerbeers Oper Tribut zollte. Vergleichbar enthusiasmiert zeigte sich das Publikum; es applaudierte dem Werk auf den Bühnen aller Länder. Nach einer langen Phase der Meyerbeer-Vergessenheit regt sich seit einigen Jahren neues Interesse für sein Werk. Wichtige Hilfestellung bei der Neuerschließung dieses für viele inzwischen fremd gewordenen Musiktheater-Kontinents leistet dabei die kritische Meyerbeer-Werkausgabe, in der kürzlich als erste Oper «Robert le Diable» erschienen ist. Befreit vom Traditionsschutt einer ...
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Opernwelt November 2011
Rubrik: Panorama, Seite 47
von Sieghart Döhring
ARTE
2./8./14.11. – 6.00 Uhr
Valeriy Sokolov spielt Bartók.
Film von Bruno Monsaingeon. Mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman.
4./10.11. – 6.00 Uhr
Pierre-Laurent Aimard
spielt Liszt. Klavier-Festival Ruhr 2011.
6.11. – 11.05 Uhr
16.11. – 6.05 Uhr
22./28.11. – 6.00 Uhr
Prokofjew – Das unvollendete Tagebuch.
Dokumentation von Yosif Feyginberg.
6.11. – 19.15 Uhr
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Frisch getäuscht ist halb gewonnen. Er wolle mit seiner letzten Arbeit an der Komischen Oper, so erklärt Andreas Homoki, keineswegs «demonstrativ an Felsenstein anknüpfen». Wer’s ihm glaubt! Die legendäre «Füchslein»-Inszenierung von Walter Felsenstein (1956 mit Irmgard Arnold) gilt bis heute als bedeutendster Ausdruck einer großen Ära. Eine Inkunabel des...
