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Als Auszeichnung für sein Lebenswerk erhält der österreichische Komponist Friedrich Cerha den mit 200 000 Euro dotierten internationalen Ernst-von-Siemens-Musikpreis, der seit 1974 als inoffizieller Nobelpreis der klassischen Musik gilt und in den vergangenen Jahren u. a. an Aribert Reimann, Michael Gielen und Klaus Huber verliehen wurde.
Die Jury der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung begründete ihre Entscheidung mit Cerhas «Schaffenskraft und schöpferischer Neugier» und bezeichnete den Komponisten als «Meister beeindruckender Klanglandschaften». Der am 17. Februar 1926 in Wien geborene Cerha, der nach dem Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie als 24-Jähriger promovierte, gilt seit den 1960er-Jahren als Pionier in der Entwicklung zeitgenössischer Musiksprachen. Neben seinen eigenen Kompositionen, die weltweit bei zahlreichen Festivals und Konzerten auf dem Spielplan stehen, festigte Cerha seinen Ruf als Interpret Bergs, Schönbergs und Weberns und gelangte durch die Ausarbeitung des dritten Akts von Alban Bergs Oper «Lulu», die in dieser Fassung 1979 unter der Leitung von Pierre Boulez in Paris zur Uraufführung kam, zu internationalem Ruhm. «Man bekommt ...
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Opernwelt März 2012
Rubrik: Service, Seite 67
von Marc Staudacher
Nach dem Erfolg mit Molière/Lullys comédie-ballet «Der Bürger als Edelmann» und Lullys tragédie en musique «Cadmus et Hermione» haben der Dirigent Vincent Dumestre samt seinem Orchester Le Poème Harmonique und der Regisseur Benjamin Lazar mit der favola drammatica musicale «Egisto» von Pier Francesco Cavalli neuerlich ein Werk aus der Frühzeit der Oper auf seine...
«Ist es nicht seltsam: So nahe uns Polen geografisch ist, so wenig wissen wir im Grund vom polnischen Musiktheater.» Was der Dresdner Musikpublizist Gottfried Schmiedel 1958 anlässlich des hundertsten Entstehungstages der Moniuszko-Oper «Halka» freiherzig zugab, hat trotz des Zusammenschnurrens allen Weltwissens auf Smartphone-Größe noch immer Gültigkeit. Polnische...
Vor einigen Jahrzehnten hätte die vorliegende CD vielleicht noch den Titel «Hasse redivivus» getragen, doch da im Internet-Zeitalter kaum noch jemand Latein versteht und «reloaded» spätestens seit dem zweiten Matrix-Film der Wachowski-Brüder Teil des modernen Wortschatzes geworden zu sein scheint, heißt es heute also «Hasse reloaded» – sei’s drum. Des modischen...
