Ein Abschied mit Aplomb
Als Christine Mielitz in Dortmund vor acht Jahren als Opernchefin antrat, übernahm sie kein leichtes Erbe. Der Spielplan ihres Vorgängers John Dew hatte sich zuletzt vor allem der Ausgrabung vergessener Werke des französischen Repertoires des 19. und 20. Jahrhunderts verschrieben, was ihm Lob der Presse einbrachte. Die Auslastung aber sank, und die Abos gingen stark zurück.
Von Christine Mielitz versprach man sich neben künstlerischem Anspruch auch steigende Kassenwirksamkeit.
Hatte doch die gebürtige Chemnitzerin in ihrer vorangehenden Intendanz für das sogenannte Meininger Theaterwunder gesorgt. Das thüringische Wunder wollte sich in Dortmund nicht wiederholen. Die Bilanz ihrer Jahre im Revier bleibt durchwachsen. Neben soliden Erfolgen gab es Ausreißer nach unten, und auch der Dortmunder «Ring» wollte nicht recht zünden. Zudem brodelte es immer wieder hinter den Kulissen, die Auslastung schwächelte. Nun verlässt Mielitz das Haus vorzeitig zum Ende des Jahres. Für ihre letzte eigene Inszenierung suchte sie sich Puccinis «Il trittico» aus.
Mit Bedacht: Das Einakter-Triptychon gibt ihr die Gelegenheit, als Regisseurin noch einmal alle Register zu ziehen. Puccini wollte ja nichts ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Zu einem Gipfeltreffen der Bassisten kam es beim diesjährigen Künstlertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft in Ölbronn-Dürrn, zu der sich wieder zahlreiche Sängerpersönlichkeiten eingefunden hatten. Auf unserem Foto stellen sich zum Gruppenbild (ohne Dame) die Kammersänger Ekkehard Wlaschiha, Hans Sotin, Kurt Moll, Günter Wewel, Cornelius Hauptmann, Franz Crass...
Joan Sutherland war nur knapp drei Jahre jünger als Maria Callas. Trotzdem begann ihr Stern erst zu strahlen, als der ihrer Kollegin und Rivalin im Sinken begriffen war. Am 17. Februar 1959 gelang ihr der Durchbruch ausgerechnet als Lucia di Lammermoor. Binnen weniger Jahre eroberte sie mit Partien, die zur Domäne der Callas gehört hatten, die internationalen...
Berlins Opernhäuser machen wieder einmal von sich reden. Weniger, weil sie zuletzt auf künstlerischem Gebiet für Begeisterung gesorgt hätten, sondern weil die Musiker an zwei der drei großen Bühnen Aufführungen bestreikten. Mal fanden die Ballett-Fans an der Deutschen Oper nach der Pause einer «Schwanensee»-Vorstellung den Orchestergraben leer. Mal sah sich das...
