Unterwegs in die Zukunft?
Es mag für die New York City Opera ein unumgänglicher Schritt gewesen sein: raus aus dem State Theater am Lincoln Center, aus einem Saal mit problematischer Akustik, der viel zu groß geworden war. Die Saison 2011/12 absolvierte die NYCO bereits an drei neuen, unterschiedlich dimensionierten Spielstätten, über die ganze Stadt verstreut. Ein Effekt: Es ist schwieriger geworden, Abonnements zu verkaufen. Zumal die Ticketpreise in die Höhe schnellten, was wiederum so gar nicht zu dem traditionellen Anspruch passen will, New Yorks «Volksoper» zu sein.
Nur dank eines wohlhabenden Spenders, der Plätze für Vorstellungen in der Brooklyn Academy of Music (BAM) aufkaufte und zum erschwinglichen Preis von je 25 US-Dollar zur Verfügung stellte, konnte die erhoffte Auslastung erreicht werden. Die Zielgruppe einer von Intendant George Steel lancierten Werbekampagne scheinen gut betuchte Hipster unter 40 Jahren zu sein. Diese eher aufs Kino abonnierte Klientel für die Oper zu gewinnen, ist allemal wünschenswert. Das Problem ist nur: Auch Met-Intendant Peter Gelb buhlt um die Gunst dieser New Yorker Klientel – unter anderem mit den «Live in HD»-Programmen des Hauses. Umso törichter, ja bedrohlicher ...
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Opernwelt Juli 2012
Rubrik: Magazin, Seite 77
von David Shengold
«Gueuze & Kriek», liest man auf dem Programmheft der Flämischen Oper unter dem Operntitel «Le Duc d’Albe», die Worte tanzen auf einem Bierglas mit sprudelndem Inhalt. Jeder Tourist in Belgien kennt Gueuze und Kriek (Sauerkirsche) als zischend-erfrischende Varianten des Lambic-Bieres mit seinem säuerlichen Geschmack. Aber der Begriff «Gueuze» steht in den...
Mitten hinein in den Höhepunkt der Kölner Opernkrise fiel die letzte Neuproduktion für das marode Stammhaus am Offenbachplatz, das zwecks Sanierung nun bis 2015 geschlossen bleibt. Anfang Mai gingen noch die Wogen über die nicht gesicherte Finanzierung der kommenden Spielzeit und den angekündigten Abgang des Intendanten Uwe Eric Laufenberg hoch, die Premiere von...
Frau Fredrich, warum sind Sie als Sängerin so spät gestartet?
Ich wollte immer einen ordentlichen Beruf lernen. Und wusste nicht, was in mir steckt. Ich bin jetzt über 30. Habe aber erst 2004 mit dem Singen begonnen. Bis Januar war ich Tontechnikerin beim RBB. Ich habe vier abgeschlossene Berufsausbildungen, darunter eine als Gesangspädagogin. Den Mut, selbst...
