Buffa-Trouvaille

Potsdam, Galuppi: Le nozze di Dorina

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Beim Grafen von Belfiore hängt der Haussegen schief. Seine Frau hat guten Grund, sich nicht mehr von ihm geliebt zu fühlen («Ah, dove è andato quel primo affetto») und missbilligt seine Neigung zu ihrem Kammermädchen Dorina, die sie durch eine Heirat mit dem Gärtner Mingone aus dem Haus schaffen will. Der Graf dagegen will sie mit seinem Diener Titta verheiraten, um sie immer in seiner Nähe zu haben. Es kommt zum offenen Krach zwischen den Eheleuten und zu ernsthaften Scheidungsüberlegungen.

Der als Schlichter hinzugezogene Gutsverwalter Masotto löst den Fall auf seine Weise: Er übernimmt es, Dorina zu heiraten, die auch ihrerseits mit dieser Lösung zufrieden ist. Moral: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Carlo Goldonis 1755 für Baldassare Galuppi geschriebenes Libretto «Le nozze» nimmt in einigen Zügen Lorenzo da Pontes dreißig Jahre später nach der Vorlage von Beaumarchais verfasste «Le nozze di Figaro» vorweg. Wohl deshalb hat man bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, die in diesem Jahr unter dem Motto «Wege zu Mozart» standen, den Titel auf «Le nozze di Dorina» erweitert. Freilich sind bei Goldoni die klassenkämpferischen Töne noch verhaltener, vielmehr wird ...

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Opernwelt August 2006
Rubrik: Panorama, Seite 50
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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