Faule Eier

«Tragedy of a Friendship»: Jan Fabre und Moritz Eggert gehen in Antwerpen an einem Abend Wagner und Nietzsche durch

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Sind wir nicht alle ein bisschen Wagner? Nikolaus Barton erscheint, in strahlendes Weiß ­gekleidet, auf der Bühne der Flämischen Oper, und alle Begleiter wissen, um wen es sich bei ihm handelt. Warum sich vorstellen? Wagner, na klar. Sich mit elegant gewandeten Komponisten identifizierend, fallen alle einander in die Arme. Um erschrocken zu erstarren, kaum dass der Name Nietzsches fällt. Gustav Koenigs verkörpert ihn, ein Alter Ego, das der Konkurrenz nicht gewachsen ist.



«Tragedy of a Friendship» nennt sich die Koproduktion von Vlaamse Opera und Troubleyn/ Jan Fabre, an der sich Concertgebouw Brugge, Théâtre de la Ville Paris, die Opéra de Lille sowie das Geneva Wagner und das Holland Festival spielend angeschlossen haben: keine Oper, wie der beteiligte Komponist Moritz Eggert in seinem immer wieder ergötzlichen «Bad Block of Musick» ausdrücklich betont, sondern eine Art kritisches Gesamtkunstwerk, das Wagner zwar nicht unbedingt den Garaus macht, sein Œuvre aber durchaus erheiternd hinterfragt. Von den «Feen»
(d. h. «Die Schlange») bis hin zum «Parsifal» (mit dem Untertitel «Der Tod der Musik») bleibt kein Werk vor dem Zugriff verschont, und Jan Fabre inszeniert den ganzen Wagner ...

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Opernwelt Juli 2013
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Hartmut Regitz

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