Editorial, Februar 2012
Preise zu melden ist normalerweise eine Sache für den Info-Teil der «Opernwelt»-Hefte. Doch in diesem Fall müssen wir eine Ausnahme machen: Die Gesangsabteilung der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ist mit dem «Hessischen Hochschulpreis für exzellente Lehre» ausgezeichnet worden. Sie erhält damit den höchstdotierten deutschen Hochschulpreis (150 000 Euro); ihr Antrag setzte sich gegen 88 Mitbewerber durch. So weit die Meldung.
Was ist daran so besonders?
Ganz einfach: In Frankfurt wurde über alle Selbstvermarktung und den Exzellenz-Wettbewerb der Hochschulen hinaus mit ein paar Tabus gebrochen. Gesang zu unterrichten war und ist seit jeher eine intime Angelegenheit: Nie ist der Mensch so nackt, wie wenn er singt, sagt man. Wenn er zu singen lernt, ist er nackter als nackt. Außerdem bedeutet eine Stimme zu bilden: einen Menschen zu bilden. Die Verantwortung der Lehrer ist also groß, das Verhältnis zum Schüler ein persönliches. Es spielt sich im Einzelunterricht ab. Dagegen spricht nichts außer einer Gefahr: Der Schutzraum schließt sich oft hermetisch nach außen ab. Lehrer und Schüler verlieren den Anschluss an die Praxis, stellen utopische Langzeitpläne für ...
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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann
Studioproduktionen der Opern Richard Wagners sind heute kaum mehr zu bezahlen. Die vermutlich für lange Zeit letzte Aufnahme dieser Art ist der «Tristan» unter Antonio Pappano mit Plácido Domingo und Nina Stemme (2004/05, siehe OW 9-10/2005). Wer eines Tages wissen will, wie im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts Wagner gesungen wurde, ist auf Live-Dokumente...
Sieben Premieren in drei Monaten, davon eine eigene Neuinszenierung und eine Eigen-Übernahme aus Wien: Zum Start seiner Ära am Bayerischen Staatsschauspiel überschwemmte Intendant Martin Kusej München mit Theater-Frischware. War’s eine Erholungsmaßnahme? Oder ein nicht mehr aufzulösender Vertrag? «Nebenbei» leistete sich Kusej jedenfalls einen Ausflug an die...
ARTE
1./7./13.2. – 6.00 Uhr
Das Trio Wanderer interpretiert Liszt und Chopin.
2.2. – 6.00 Uhr
Flötenkonzert zum 300. Geburtstag Friedrichs d. Gr.
Kammerphilharmonie Potsdam, Trevor Pinnock. Solist: Emmanuel Pahud.
3./9.2. – 6.00 Uhr
Lang Lang spielt Liszt.
Liebestraum, Paganini-Etüden u....
