«Großer Schmerz in kleinen Seelen»
Der Verdi des kleinen Mannes «Puccini ist der Verdi des kleinen Mannes, und Léhar ist dem kleinen Mann sein Puccini.» Mit diesem bissigen Bonmot hat Kurt Tucholsky 1931 in der «Weltbühne» mit Léhar auch Puccini der intellektuellen Verachtung preisgegeben. Er hätte sich dabei auf die kompakte Majorität der Fachleute berufen können – Gustav Mahler etwa, der «Tosca» als «Meistermachwerk» abqualifizierte, oder Theodor W. Adorno, der «Turandot» als «Bühnenweihfestspieloperette» abtat.
Auch Richard Strauss, selbst keinesfalls vorm Vorwurf des Kitsches gefeit, hat sich mit dem «Schund» seines Konkurrenten erst gar nicht abgegeben und dessen Musik recht boshaft mit einer «delikaten Weißwurst» verglichen, «die um 10 Uhr früh (2 Stunden nach Fabrikation) gegessen werden muss (allerdings hat man um 1 Uhr schon wieder Appetit auf etwas Reelleres)», während seine eigene Hartwurst, «Salami (kompakt gearbeitet)», eben doch «ein bisschen länger» vorhalte. Kein Wunder, dass Puccinis Opern im künstlerischen Vermächtnis, das Strauss im April 1945 in einem Brief an Karl Böhm niedergelegt hat, nicht einmal zum «bessern Unterhaltungsbedürfnis» des Wiener Publikums zugelassen sind.
An dieser ...
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Mrs. DiDonato, dürfen wir Ihnen ein Kompliment machen?
Gern. Welches denn?
Sie haben ein großes und für den Opernbetrieb nachgerade erstaunliches Talent als Schauspielerin. Haben Sie heimlich geübt?
Nein. Auch wenn Sie es nicht glauben. Spielen war für mich immer natürlicher als Singen, schon an der Highschool. Ich dachte nie darüber nach, was ich wie tun musste. Ich...
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Das Theater Bremen hat für die Ausstattung und als...
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