Licht, edel, schön
Der größte Jubel gilt in dieser Eröffnungswoche nicht der Kunst, sondern dem Geld. Als Hans Peter Haselsteiner ans Rednerpult tritt, kann er nicht anfangen. Um ein Haar hätten sich alle sogar von den Plätzen erhoben. Als Dank für einen, der 20 der insgesamt 36 Millionen Euro Baukosten bezahlt hat, der mit seinem Privatvermögen von über einer Milliarde auch den laufenden Betrieb mitfinanzieren wird und der nun beschwichtigende Handbewegungen macht, um Launiges loszuwerden.
Nicht nur der begeisterten Gala-Gemeinde ist klar: Ohne ihn, den Chef des Baukonzerns Strabag, wäre dieses kleine Weihnachtswunder in einem Tiroler Dorf nicht möglich gewesen.
In Erl steht gewiss in manchem Stall eine Krippe, vor allem aber nun ein neues Festspielhaus. «Tarnkappenbomber», den Spitznamen hat der schwarze Bau, der sich unweit des Inns am Berghang duckt, bereits weg. Das sollte jedoch nicht irritieren. Im Foyer herrscht kühles Weiß, rechte Winkel gibt es keine. Nicht nur die Architektur des Wiener Büros Delugan Meissl Associated, auch die Akustik ist gelungen. Der Klang hat Saft und Körper, ist geerdet, in leichten Nachhall verpackt und gerät selbst im größten Tutti-Getümmel nicht ins Dröhnen. Die ...
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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Markus Thiel
54. Jahrgang, Nr 2
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752252
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61, 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 14.01.2013
Redaktion:
Stephan Mösch (V. i. S. d. P.)
Albrecht...
Meldungen
Zehn Jahre nach seinem Amtsantritt bei den Berliner Philharmonikern stellt Simon Rattle die Weichen für die Zukunft: Er wird seinen Vertrag nicht über 2018 hinaus verlängern. Der Grund ist wohl in Spannungen zu suchen, die seit Längerem zwischen dem Orchester und seinem Chef schwelen. Schon im Vorfeld der Vertragsverlängerung 2009 gab es Spekulationen über...
Herr Selig, spielen Sie eigentlich noch Orgel?
Ab und an. Aber nicht mehr in der Kirche. Seit ein paar Jahren habe ich zu Hause eine digitale drei-manualige Kirchenorgel. Leider finde ich selten genug Zeit zu spielen.
Was haben Sie von der Orgel fürs Singen mitgenommen?
Direkt vom Instrument wenig.
Vom Kirchenmusiker zum Sänger ist der Weg aber so weit nicht…
Gesungen...
