Vorgeschoben
Die endgültige Erkenntnis liefert nach erfolgter Lektüre der Blick ins Register: «Stockhausen, Karlheinz» findet sich da als Eintrag. Das allein lässt aufmerken, und es folgen gar nicht einmal so viele Seitenzahlen, bedenkt man, dass der Untertitel des Buches «Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen» lautet und der Titel ein Zitat des Komponisten ist. «Sein Kopf war im Traum wie eine Note im System der Notenlinien gefangen gewesen, und er hatte große Mühe mit dem Versuch der Befreiung», berichtet Mary Bauermeister von einem Alptraum Stockhausens aus den frühen 1960erJahren.
Mary Bauermeister hat mit Karlheinz Stockhausen zusammengelebt. Zuerst in einer Dreierbeziehung mit seiner ersten Ehefrau Doris, dann – von 1967 bis 1973 – als seine zweite Frau und Mutter seiner Kinder Julika und Simon. Sie hat mit ihm die Welt bereist: Südfrankreich, Sizilien, Finnland, Japan, Südafrika, Nordamerika. Ist mit ihm gemeinsam großen Künstlerpersönlichkeiten begegnet: Leonard Bernstein, Marc Chagall, Joan Miró, Max Ernst, René Magritte. Hat die Entstehung wichtiger Werke hautnah miterlebt und durchaus auch beeinflusst: «Momente», «Hymnen», «Fresco», die Anfänge des «Licht»-Zyklus. Davon berichtet sie ...
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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Bücher, Seite 27
von Jörg Hillebrand
Vor drei Jahren hatte der damalige Intendant des Maggio Musicale, Francesco Giambrone, angekündigt, dass der «Parco della Cultura e della Musica» in Florenz, ein moderner Komplex für Opern-, Ballett- und Konzertveranstaltungen, dessen Baukosten damals auf 80 Millionen Euro veranschlagt wurden, am 28. April 2011 eröffnet werde. Schon bald stiegen die Kosten jedoch...
Es ist etwas faul im Staate Dänemark, aber darüber spricht man nicht. Und besungen wird es erst recht nicht. Aber die Grundsatzfrage «Sein oder nicht sein» wird doch gestellt. Allerdings lautet sie hier «Être ou ne pas être», schließlich geht es um Ambroise Thomas’ Opernversion des «Hamlet». Bei der Uraufführung 1868 in Paris bejubelt, rutschte die Oper rasch aus...
Höchste Zeit für Tanz auf den Vulkanen, Operetten auf Opernbühnen. Das christliche Abendland geht nicht unter, wenn um die Weihnachtszeit an der Berliner Staatsoper Jacques Offenbachs rabiate Mythentravestie «Orpheus in der Unterwelt» gegeben wird, neben Märchen wie der «Zauberflöte». Und der bilderwütige Regisseur Philipp Stölzl allzu vieles und Vielfältiges...
