Aufgespürt
Theater ist immer auch Architektur, Architektur immer auch Theater. Ob Bauwerk oder
Bühnenbild – es geht nicht zuletzt um die Inszenierung von Räumen. Deshalb holen sich Intendanten gern Stararchitekten ins Haus. Das war schon zu Schinkels Zeiten so. Und ist bis heute so geblieben. Nicht nur Daniel Libeskind, Stefan Braunfels oder Herzog & Meuron arbeiten gelegentlich für die (Opern-)Bühne.
Nun ist auf Basis einer Kölner Ausstellung ein Katalogband erschienen, der die Wandlungen der Raum-Maschine Theater anhand zahlreicher Fotografien, Gemälde, Grundrisse und Modelle durch zwei Jahrhunderte verfolgt (hrsg. von Petra Hesse und Peter W. Marx, Wienand Verlag, 136 Seiten, 28 Euro).
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt März 2013
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Albrecht Thiemann
Der eine ist ein seit Jahren viel beschäftigter und umjubelter Star der Alte-Musik-Szene, der andere erlebt gerade seinen Karrieredurchbruch. Doch nicht nur hinsichtlich ihres Karrierestatus und Alters unterscheiden sich Max Emanuel Cencic und Valer Barna-Sabadus: Die beiden Sänger stehen für unterschiedliche Ästhetiken des Falsettgesangs. Cencic reiht sich mit...
Sensationelle Erkenntnisse verhieß sie, die Ausstellung Mozart-Bilder – Bilder Mozarts im Mozart-Museum am Salzburger Makartplatz (bis 14. April 2013). Das berühmte Porträt von Johann Joseph Lange (1789), Mozarts Schwager, sei nicht unvollendet, wie «jüngste» Analysen des Münchner Doerner-Instituts bewiesen; eine Miniatur sei «kürzlich» als authentische...
Mitunter überlebt Vergessenes oder Ausgeblendetes nahezu unbemerkt in Werken, die längst zum Kanon gehören. Wie jenes Zitat aus dem sechsten der Acht Lieder op. 6 (1903), das Schönberg in seinem 1924 unter Leitung Zemlinskys in Prag uraufgeführtem Monodram Erwartung op. 17 (1909) verwendet. Adorno hat in der Philosophie der neuen Musik darauf hingewiesen. Nun...
