Britischer Mozart - gestern und heute
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Das Publikum der Volksbühne strömt kräftig schon zur Einführung: Man hat vom Buh- und Bravo-Kampf der Premiere gehört und will mitreden können. Und diskutiert wird viel in der Pause und nach der Aufführung – die Meinungen schwanken zwischen Ablehnung und glühender Begeisterung. Ablehnung, weil die Ästhetik der Bühne den lieb gewordenen «Eugen Onegin»-Kitsch gar so...
Mit seiner 1817 uraufgeführten «Diebischen Elster» schuf Gioacchino Rossini sozialistisches Musiktheater, lange bevor es den Sozialismus gab: Die Heldin dieses melodramma, das Dienstmädchen Ninetta, stammt nicht bloß aus der untersten Gesellschaftsschicht, sondern nimmt für ihre Gefühle auch noch die große Arienform in Besitz, die bis dahin weitgehend der...
Ende gut, alles gut? Aus dem Schnürboden geht ein reinigender Regen auf die frühlingshaft bunt gewandeten (Chor-)Frauen nieder. Da stehen sie, soeben noch von Hagens Mannen brutal missbraucht, in weißem Licht. Während die Musik vom lodernden Untergang Walhalls kündet, hoffen sie auf ein neues Leben. So wie die unbehausten Kids, die das Geschehen in kauernder Angst...
