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Viele Aufführungen von Claude Debussys «Pelléas et Mélisande» gab es nicht im Jahr seines 150. Geburtstags. Dafür jetzt zwei gewichtige Premieren des Rätselstücks in Essen und Frankfurt am Main (Foto). Beide waren exzellent besetzt. Die Bühnenästhetik könnte unterschiedlicher kaum sein. Ein Vergleich.

An zwei Opernhäusern Berlins hat Hans Neuenfels inszeniert, nun arbeitet er erstmals auch an der Staatsoper. Für Mozarts frühe «Finta giardiniera» hat er eine neue Textfassung erarbeitet. Annette Dasch singt die Titelpartie.

Gleichzeitig entsorgt die Komische Oper Neuenfels’ Deutung der «Zauberflöte» und setzt eine Neuinszenierung des Hausherrn Barrie Kosky an.

In Brünn heißt der Genius Loci Leos Janácek. Ihm zu Ehren findet jeden Herbst ein Festival statt. In diesem Jahr gehörte neben Gastspielen von «Jenufa» (aus Bratislava) und «Katja Kabanova» (aus Maastricht, Regie: Harry Kupfer) auch die selten gespielte frühe Oper «Schicksal» zum Programm sowie Korngolds «Wunder der Heliane».

Im Jahr 2013 wird Wolfgang Sawallisch neunzig Jahre alt. Über Stationen in Aachen, Wiesbaden und Köln kam er als GMD nach Hamburg und München, leitete überdies die großen Orchester der Welt. Viele seiner ...

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Opernwelt Dezember 2012
Rubrik: Service, Seite 72
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Jubilare

An Selbstbewusstsein hat es Sumi Jo nie gemangelt. Auf ihrer Website posiert die 1962 in Seoul geborene und dort ausgebildete Sopranistin als Luxusgeschöpf vor einem Privatjet. Als 24-Jährige gab sie – nach weiterem Unterricht an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom – als Gilda in Verdis «Rigoletto» ihr Debüt auf der Opernbühne. Seitdem gastiert...

Party am Gletscher

So mag man sich die Geier-Wally vorstellen. Blond, groß, eine Erscheinung; so singt Katrin Adel im schwarzen Hosenanzug vor dem Vorhang mit dem Zuschauerraum der Pariser Oper die berühmte Arie «Ebben? Ne andrò lontana» an – ohne Orchester. So mag man sich aber auch eine Primadonna vorstellen, die sich ihre Karriere erträumt. Katrin Adel ist hier beides. Sie ist...

Auf und ab, vor und zurück

Eine Bürgeroper sollte es werden, damals, als Charlottenburg noch ein Vorort von Berlin war. Finanziert wurde sie privat als Aktiengesellschaft. Heinrich Seeling, der lokale Baustadtrat, entwarf das Gebäude an der Bismarckstraße als Gegenpol zur königlichen Staatsoper Unter den Linden. Größer, lockerer und im Klassizismus gebremst, war es gedacht für alle, die von...