Freude beim Publikum, Tristesse im Rathaus
Man muss noch mal daran erinnern: Als Uwe-Eric Laufenberg ins Intendantenzimmer der Oper Köln einzog, übernahm er ein heruntergewirtschaftetes, baufälliges, künstlerisch profilloses Haus. Dass er in kürzester Zeit und unter den Bedingungen zweier Umbauspielzeiten nicht nur das Kölner Publikum zurückgewonnen, sondern auch den überregionalen Ruf des Hauses wiederhergestellt hat, grenzt an ein Wunder.
In der vergangenen Spielzeit wurden fünfzehn Neuproduktionen an acht Spielstätten gestemmt, von der Barockoper über die Operette bis zur Stockhausen-Uraufführung – ein solches Angebot braucht keinen Vergleich zu scheuen. Lange vermisste Sänger kehrten auf die Kölner Bühne zurück, gleichzeitig wird ein Ensemble aufgebaut – Signale planvoller Umsicht. Umso erstaunlicher ist das kulturpolitische Gezänk, das diese Arbeit in den letzten Wochen begleitet hat.
Es geht dabei natürlich ums Geld, genauer: um ein Defizit im Etat der Bühnen, das angeblich die Oper zu verantworten hat. Zum öffentlichen Skandalon wurde die Angelegenheit aber erst durch die Berichterstattung der Kölner Lokalzeitungen («Stadt-Anzeiger», «Rundschau», «Express»), die alle im selben Verlag (Dumont) erscheinen. Intendant ...
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Opernwelt Dezember 2011
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Ingo Dorfmüller
Liebe Gloria Davy, Mitte der 50er-Jahre gastierten Sie in Europa mit «Porgy and Bess». Ich habe 1955 eine der Vorstellungen im Hallenstadion von Zürich erleben können. Wie kam es zu dieser Produktion?
1955 nahte schon das Ende meiner Zeit mit «Porgy and Bess». Im Jahr zuvor hatte ich mich einem Ensemble in Cleveland (Ohio) angeschlossen. Damals ersetzte ich Leontyne...
Unter den 768 Werken von Franz Liszt, die in Grove’s Dictionary of Music verzeichnet sind, finden sich rund achtzig Lieder – von Nummer 269 bis 350. Bevor er das erste schrieb («Angiolin»), hatte er schon Lieder von Rossini, dann vor allem von Schubert transkribiert. Über seine frühen Lieder bemerkte Liszt in einem Brief, sie seien «meistens zu aufgebläht...
52. Jahrgang Nr. 12
Opernwelt wird herausgegeben
vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752235
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Redaktionsschluss dieser Ausgabe war
der 10.11.2011
Redaktion:
Stephan Mösch
Albrecht...
