Vom Geheimtipp zur Bewegung
Was haben eine Aufführung von Charles-Simon Catels Oper Les Bayadères in Sofia mit Noverre-Balletten in der Königlichen Oper Versailles, ein Konzert des Trio Arcardi mit Musik von Gouvry in Shanghai, ein Fauré-Abend der Gebrüder Capuçon in Wien und eine konzertante Berliner Gegenüberstellung von Wagners Fliegendem Holländer in des Komponisten eigener Version und der von Pierre-Louis Dietsch miteinander zu tun? Sie alle wurden inspiriert, betreut und bisweilen auch finanziell unterstützt von einer Stiftung, die seit 2009 in einem kleinen, feinen Palazetto in Venedig residiert.
Dessen Name ist Programm – ein Programm, das sich inzwischen in der europäischen Musikwelt verästelt hat, dieses Jahr besonders im deutschsprachigen Raum Fuß fassen will und längst auch Kontakte nach Asien und Übersee knüpft.
Im ehemaligen Ballhaus der Familie Zane hat die Ärztin Nicole Bru, als Erbin und ehemalige Mitgeschäftsführerin eines Pharmazieunternehmens eine der zehn reichsten Frauen Frankreichs, diskret, aber effektiv ein Zentrum eingerichtet, das die Förderung der französischen Musik des 19. Jahrhunderts beflügeln soll. Denn jenseits von Auber und Massenet, Bizet und Saint-Saëns, Offenbach und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2013
Rubrik: Reportage, Seite 53
von Manuel Brug
R egie: Katharina Wagner». Diese Ankündigung war noch zwei Tage vor der Premiere des «Colón Rings» im Buenos Aires Herald zu lesen, womit gewissermaßen noch einmal der Finger in die Wunde gelegt wurde.
48 Stunden Bedenkzeit hatte sich die Argentinierin Valentina Carrasco, Mitglied der Theatergruppe La Fura dels Baus, ausbedungen für ihre Entscheidung, die Regie des...
54. Jahrgang, Nr 1
Opernwelt wird herausgegeben vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752251
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61, 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 7.12.2012
Redaktion:
Stephan Mösch (V. i. S. d. P.)
Albrecht Thiemann
Wiebke...
Puccinis Verleger Giulio Ricordi bezeichnete Pinkerton als «un mezzo lavativo americano»: ein Brechmittel. Dieses Charakterbild mag dazu beigetragen haben, dass Puccini nach der Mailänder Uraufführung «eine hasstrunkene Orgie des Wahnsinns» erlebte. Für die zweite Fassung der Oper tilgte er die verletzenden Bemerkungen Pinkertons über Japan und verwandelte ihn in...
