Totenmesse und Tragödie
Kirchenbänke vor, Kirchenbänke auf der Bühne. Dazwischen der Graben mit dem großen Orchester. Die Gemeinde zunächst mit dem Rücken zum Parkett. Ganz hinten der Kinderchor. Am rechten Rand errichtete die Bühnenbildnerin Susanne Gschwender ein haushohes Metallgerüst: viel Gestänge, dazu Stiegen und Podeste und das Kammerorchester auf der ersten Etage. Den Szenenabschluss bildet eine gigantische gotische Glasfensterwand. Sie wird irgendwann herunterrauschen – und das Nein zu einer christlichen Weltsicht signalisieren. Wir wohnen der Erinnerung an einen Krieg bei.
Die Basler Oper visualisiert das «War Requiem» des im November hundertjährigen Benjamin Britten.
Inszeniert hat Calixto Bieito, in der nächsten Spielzeit spartenübergreifender Artist in residence des Hauses. Für seine Verhältnisse übt er sich hier in großer Zurückhaltung. Nur einmal, wenn eine verzweifelte, verwirrte junge Mutter irren Blicks ihr Baby zerschmettert, fließt das sonst bei Bieito allgegenwärtige Blut. Vielleicht sollte man auch nicht von einer Inszenierung sprechen, sondern von einer Bebilderung, genauer: einer tragödienhaften Illustration der zur Wiedereröffnung der von den Deutschen zerstörten Kathedrale von ...
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Opernwelt Juli 2013
Rubrik: Panorama, Seite 39
von Heinz W. Koch
Dame Janet, Sie besaßen eine fantastische Schallplattenstimme. Ist die Vermutung erlaubt, dass Ihre Stimme auch deswegen so gut aufzuzeichnen war, weil sie nicht die größte war?
Ja, das ist absolut richtig. Was eine gute Aufnahmestimme ausmacht, ist vor allem ein guter Fokus. Die Stimme braucht Klarheit. Und Technik. Ich glaube schon, dass sich jede Sängerin eine...
ARTE
7.7. – 11.45 Uhr
13.7. – 6.30 Uhr
Square: Patrice Chéreau.
Der Regisseur Patrice Chéreau im Gespräch mit Vincent Josse.
7.7. – 18.30 Uhr
19./25.7. – 5.10 Uhr
Simone Kermes bei den Schwetzinger Festspielen 2010.
Venice Baroque Orchestra, Luca Mares.
Werke von Vivaldi und Händel.
12.7. – 5.50 Uhr
16.7. – 5.05 Uhr
Von Stimmen und Steinen.
Dokumentation von Jacques Debs über...
Eigentlich ist auf den ersten beiden Seiten schon alles gesagt. Wagners «autoritär-antidemokratisches, rassistisches und frauenverachtendes Erbe», sei «anachronistisch, inhuman und antieuropäisch: ein strahlender Giftschrank aus der Vergangenheit, den es verantwortungsvoll zu entsorgen gilt». Gottfried Wagner, Jahrgang 1947, Sohn Wolfgang Wagners aus erster Ehe und...
