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Opernwelt Januar 2008
Rubrik: Schlusswort, Seite 72
von Sigfried Schibli

Vergriffen
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Erkundungen zwischen Geräusch und Stille

Durch die Stücke, die Jossi Wieler und Sergio Morabito für die Stuttgarter Staatsoper erarbeitet haben, zieht sich Religion wie ein roter Faden: die Dialektik von Glauben und Glauben lassen, Glaube und Begehren, Glaube und Vernunft, Glaube und Fanatismus, Glaube als privater und öffentlicher Passion. Glucks «Alceste» gehört in diese Reihe und Bellinis «Norma»,...

Hat Händel das gekannt?

Händel, mutmaßt der amerikanische Dirigent Alan Curtis im Booklet seiner Erstaufnahme von Francesco Bartolomeo Contis «David», könnte das Libretto der 1723 am Wiener Kaiserhof uraufgeführten Azione sacra gekannt haben. Unmittelbar nach der Uraufführung der auf kaiserlichen Befehl erweiterten Fassung 1724 in der Wiener Hofkirche reiste der Darsteller des Saul, der...

Gluck: Orpheus und Eurydike

Alles Theater? Wenn der Chor am Ende vom Triumph Amors singt, tut er das gleichsam in eigener Regie. Die beiden Liebenden sind zu diesem Zeitpunkt von der Bühne ihres vorgestellten Lebens bereits abgetreten. Sie schauen sich das «lieto fine» der theatralischen Handlung (in der leicht gekürzten Wiener Fassung von 1762) aus der Publikumsperspektive an. Das ist der...