Wenn Papageno für die Königin singt
Somtow Sucharitkul ist ein vielseitiger Mann (gesprochen klingt der Name etwa wie Somtau Sucharitkun – die Übertragung aus dem 76 Buchstaben umfassenden thailändischen in das aus 26 Buchstaben bestehende lateinische Alphabet wirft einige Probleme auf). Der Komponist und Dirigent ist gebürtiger Thai, hat aber einen amerikanischen Pass und seinen Hauptwohnsitz in Los Angeles. Kein Wunder, dass er hervorragend Englisch spricht. Man hört heraus, dass er die Sprache während des Studiums in Großbritannien gelernt hat.
Zudem kann Somtow Sucharitkul erstaunlich gut Deutsch: «Das musste ich auf der englischen Schule lernen», sagt er bescheiden.
Sucharitkul gründete den thailändischen Komponistenverband und publizierte über vierzig Bücher verschiedener Genres und in verschiedenen Sprachen unter seinem Künstlernamen S. P. Somtow. In den siebziger Jahren assoziierte man seinen Namen mit der Avantgarde, bekannt wurde er (vor allem in seiner Heimat) allerdings mit Opern wie «Madana», «Mae Naak» und «Ayodhya», in denen er Elemente abendländischer und asiatischer Musikkulturen verarbeitet. Und er gründete ein privates Opernunternehmen: die Bangkok Opera. Dass Sucharitkul aus einer Juristenfamilie ...
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