Apropos... Wurzeln schlagen
Frau Schneiderman, 1984 wechselten Sie von Heidelberg nach Stuttgart.
Ja, im Herbst vor genau 30 Jahren. Meine erste Rolle hier war die Cenerentola.
Welche Bedeutung hat das Ensemble für Sie?
Wenn man sich für eine Stadt entschieden hat, dann ist das Ensemble enorm wichtig. Es ist eben anders als bei einem Gastspiel, bei dem es zwar temporär zu einer familiären Situation kommen kann. Aber im Ensemble arbeitet man mit Kollegen in sechs, sieben Stücken während einer Spielzeit zusammen, das ist viel intensiver.
Gibt es in Stuttgart einen besonderen Ensemblegeist?
Auf jeden Fall! Zwar gab es in dieser langen Zeit Phasen, in denen dieser Ensemblegeist mehr, und Zeiten, in denen er weniger zu spüren war – über die Jahre hinweg ist er aber immer präsent geblieben. Meine Sängerkarriere wäre sicher ganz anders verlaufen, wenn ich dieses Ensemble nicht gehabt hätte. Ich habe mich übrigens auch in der Stadt von Beginn an wohlgefühlt, weil ich die Stuttgarter als freundlich empfinde und weil wir ein märchenhaftes Opernhaus haben.
Ihre Eltern Judith und Paul überlebten beide den Holocaust im Konzentrationslager und emigrierten danach in die USA. War es schwierig für Sie, sich mit dem Leben in ...
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Opernwelt Dezember 2014
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Götz Thieme
Sie geben ein Interview, dabei müssen Sie gleich auf die Bühne. Macht es Ihnen nichts aus, jetzt noch so viel zu sprechen?
Mich kümmert das nicht so. Ich habe mir eine positive Form der Routine angewöhnt. Ob Vorstellung oder Probe: Ich versuche, den Tag so normal wie möglich zu gestalten und mich nicht verrückt zu machen.
Wie sieht bei Ihnen denn ein Vorstellungstag...
ARD-ALPHA
13.12. – 11.00 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
14.12. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons
im Teatro Colón. Solist: Mitsuko Uchida, Klavier.
14.12. – 20.15 Uhr
Jansons reist.
Dokumentation von Eckhard Querner über das Symphonieorchester des BR in Südamerika.
24.12. – 20.15 Uhr
Weihnachtskonzert
mit dem Windsbacher Knabenchor und Cornelia Froboess.
25.12. – 11.00 Uhr
Enoch zu...
Eigentlich sollte Karl Amadeus Hartmanns «Simplicius Simplicissimus» nie von den Spielplänen verschwinden. Die auf Grimmelshausen beruhende Parabel von dem einfältigen jungen Menschen, der Kriegsleid erfährt, hellsichtig gesellschaftliches Unrecht enttarnt und einen Aufstand der Unterdrückten initiiert, spielt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, zielte aber...
